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Haushalt

Emmering geht das Jahr solide und sparsam an

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Ein Gesamtvolumen von rund 17,6 Millionen Euro hat Emmerings Haushalt im laufenden Jahr. Der Gemeinderat billigte das von Kämmerer Alexander Genter ausgearbeitete Zahlenwerk.

Emmering – „Die Decke ist dünn, aber wir können solide arbeiten“, fasste Bürgermeister Michael Schanderl (FW) zusammen. Die Hinweise des Kämmerers zur allgemeinen Sparsamkeit seien angebracht.

Schanderl verteidigte die knapp 2,5 Millionen Euro an Personalkosten. Die Aufstockung zum Beispiel in den Bereichen Bauhof, Finanzen und Öffentlichkeitsarbeit sei wichtig und bei den Beratungen mit den Fraktionen auf Verständnis getroffen. So könne man auch mit den ersten Arbeiten für das neue Feuerwehrgerätehaus beginnen. 1,5 Millionen Euro sind heuer für den Abriss des alten Gebäudes geplant, insgesamt sind 5,2 Millionen Euro vorgesehen. Auch 900 000 Euro für die Umgestaltung des Bürgerhaus-Vorplatzes werden im Haushalt spürbar sein.

Auf Kritik stieß bei Beatrix Obst (FW) die Höhe der Kreisumlage, die Emmering mit rund 3,6 Millionen Euro bedienen muss. Diese Position sei in den vergangenen fünf Jahren um 1,2 Millionen Euro gewachsen. „Das ist zu viel.“ Sie befürchtete, dass sich das bald auf die Vereinszuschüsse auswirken könne. Eberhard Uhrich (SPD) hielt dem entgegen, dass die Emmeringer auch von den Leistungen des Kreises profitieren.

Werner Öl (CSU) mahnte, dass der Gemeindehaushalt kein Wahlkampfthema werden dürfe. Freiwillige Leistungen taste im Wahlkampf „sowieso keiner an“. Sorge bereitet ihm der stete Ruf nach Technisierung und Digitalisierung. „Das sorgt für mehr Aufwand und Bürokratie.“ In der Verwaltung verursache Technisierung mehr persönlichen Stress.

Robert Bauer (FDP) befand zum Haushalt, „dass wir auf soliden Beinen stehen“. Man müsse aber trotz eines maßvollen Einwohnerwachstums damit rechnen, dass der Druck auf Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen wachse. „Strukturell wie qualitativ“, so Bauer. Die Mensa in der Schule müsse daher bald auf die Tagesordnung. „Wir müssen mehr an unsere Kinder denken statt an Bau, Steine und Erden“, forderte der FDP-Gemeinderat. 

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