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Emmering Kämmerer gab eine düstere Prognose ab.

Emmering

Gewerbesteuer bricht weg: Düstere Finanzprognose für Kommunen

  • Thomas Eldersch
    vonThomas Eldersch
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Wie werden Kommunen die Corona-Krise überstehen? Kämmerer Alexander Genter stellte dem Emmeringer Ferienausschuss seine düstere Prognose vor.

Emmering – Zwei der wichtigsten Einnahmequellen der Gemeinde werden in den nächsten Monaten einbrechen, fürchtet Genter. Dadurch, dass viele Firmen auf unabsehbare Zeit teilweise oder gar ganz geschlossen haben, werden die Einnahmen durch die Gewerbesteuer stark sinken. Schon im zweiten Quartal erwartet der Kämmerer massive Rückgänge. Einige Firmen haben jetzt schon Anträge gestellt, ihre Gewerbesteuervorauszahlung anzupassen.

Auch bei der Einkommenssteuer sieht Genter schwarz. Viele Arbeitnehmer seien freigestellt oder in Kurzarbeit. Der Kämmerer geht daher davon aus, dass die Steuerschätzung für Mai coronabedingt stark nach unten korrigiert werden muss. Eine Entlastung durch einen Finanzausgleich sei ebenfalls nicht in Sicht. Die Krise habe negative Auswirkungen auf fast alle Steuereinnahmen bei Bund, Ländern und Kommunen.

Genters Rat an den Bürgermeister und den Ausschuss lautete daher, noch nicht begonnene Maßnahmen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Aussagen zu Förderprogrammen seien aufgrund der sich ständig ändernden Verhältnisse widersprüchlich. Daher sei es ratsam, nicht dringende Projekte zurückzustellen.

Ein Lichtblick für Genter ist, dass Emmering in den vergangenen Jahren gut gewirtschaftet habe. So konnten Schulden abgebaut und Rücklagen gebildet werden. Ein Großteil des Geldes sei jedoch bereits für laufende Projekte wie den Feuerwehrhausneubau und die Neugestaltung des Bürgerhausvorplatzes vorgesehen. Ob die Gemeinde in den kommenden Monaten einen Nachtragshaushalt aufstellen muss, sei noch nicht abzusehen, so Genter. 

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