Gebühren seit 2006 unverändert

Gräber in Emmering werden teurer

In Emmering sollen die Gebühren für den Gemeinde-Friedhof erhöht werden. Das hat für eine heftige Diskussion im Ausschuss gesorgt.

Emmering – Die Verwaltung hatte dem Haupt-, Finanz- und Personalausschuss eine Kalkulation einer externen Firma für die nächsten vier Jahre vorgelegt. Denn die Gebühren für den Gemeinde-Friedhof waren seit 2006 nicht mehr erhöht worden – das hatte auch der Rechnungsprüfungsausschuss moniert. Schließlich ist die Gemeinde verpflichtet, kostendeckend zu arbeiten.

Weil die Zahlen so lange unverändert geblieben waren, war nun der Sprung sehr hoch. Die Steigerung für neue Gräber beziehungsweise Verlängerung der Ruhezeiten bewegt sich zwischen 15 und 55 Prozent. So soll eine Urnennische in Zukunft statt 800 rund 1250 Euro kosten. Diese Gebühren fallen jedoch für die gesamte Ruhezeit an – also für zehn Jahre bei einem Urnengrab. Bei einem Erdgrab sind es 15 Jahre. Jedoch muss die Summe bereits zu Beginn der Ruhezeit in voller Höhe entrichtet werden. Auch die Nutzungsgebühren für das Leichenhaus und die Aussegnungshalle sollen drastisch steigen. Im Fall der Aussegnungshalle sogar um 300 Prozent. Künftig soll die Benutzung nicht mehr 190, sondern 766,25 Euro kosten.

Dieser enorme Anstieg gefiel den Ausschussmitgliedern fraktionsübergreifend gar nicht. Bürgermeister Michael Schanderl (FW) versuchte, die Wogen zu glätten: „Wir müssen eine kostendeckende Kalkulation erstellen. Ob die Gebühren so angenommen werden, hängt nun vom Gemeinderat ab. Wir können die einzelnen Beträge ausdiskutieren und auch gegebenenfalls reduzieren.“

Konsens herrschte darüber, dass eine Erhöhung erfolgen muss. Doch für die CSU war die abrupte Anhebung zu radikal. Die Fraktion schlug vor, die Gebühren schrittweise anzuheben. Die Freien Wähler jedoch gaben zu bedenken, dass der Anstieg nur so hoch sei, weil so lange keine Anpassung stattgefunden hatte. Da aber keiner der Räte eigene Zahlen vorschlagen konnte, wurde die Entscheidung trotz Gegenstimmen der Freien Wähler auf Juli vertagt.

Von Tom Eldersch

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