KATWARN ausgelöst! Schwere Unwetter in Bayern

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Nur mit einem Spezialkran können die eineinhalb Tonnen schweren Maschinen über das Dach des Bauernhofs gehievt werden.

Bestückungsautomaten

Hier schweben eineinhalb Tonnen übers Hausdach

Sie bringen eineinhalb Tonnen auf die Waage und sind so groß wie ein Smart: die so genannten Bestückungsautomaten der Firma Systart. Diese Geräte in den kleinen Hinterhof des Unternehmens zu bugsieren war schon schwierig genug, doch jetzt alle wieder rauszuholen wurde zur wahren Herausforderung.

Emmering/Gröbenzell – Nötig wurde das, weil die Firma von Emmering nach Gröbenzell umzieht. Ursprünglich wurde Systart als Ein-Mann-Betrieb von Geschäftsführer Michael Bittner aufgebaut. Doch seit der der Gründung im Jahr 2010 wuchs das Unternehmen schnell auf 30 Mitarbeiter an, und auch der Maschinenpark wurde stetig erweitert. Inzwischen bietet Systart von der Entwicklung und Planung neuer Elektronikteile bis hin zur Prototyp- und Serienfertigung alles aus einer Hand an. Die Produkte finden beispielsweise in der Steuerung von Laseranlagen, Windkraftanlagen und in der Medizin Anwendung.

Sorgfalt und Konzentration ist gefragt, wenn die Bestückungsautomaten befestigt werden.

Inzwischen darf die Firma vier große Bestückungsautomaten ihr Eigen nennen. Sie hat ihren Sitz in einem Bauernhof ein wenig abseits der Hauptstraße in Emmering. Der einzige Zugang zum Gebäude ist eine schmale Einfahrt, und durch die musste erst einmal der Spezialkran, der extra für den Umzug besorgt wurde. Das besondere an dem Teleskopkran – so wird das Ungetüm bezeichnet – sind die zwei Gelenke. Ein normaler Kran besitzt in der Regel nur ein Gelenk und kann deshalb nur senkrecht nach oben ziehen, doch das zweite Gelenk macht es diesem Stahlkoloss möglich, die Maschinen über das Dach des Bauernhofs zu hieven und auf der anderen Seite wieder abzusetzen.

Gestartet mit dem Umzug wurde am Freitag in der Früh und geplant waren zwei bis drei Stunden für den Abtransport. Dann ging es mit den Maschinen ins neue Zuhause nach Gröbenzell.

Michael Bittner verabschiedete sich mit einem weinenden Auge aus Emmering. „Die Lage und das Gebäude waren einzigartig und die Gemeinde Emmering war immer gut zu uns“, sagt er. Bürgermeister Schanderl habe ihnen auch ein Grundstück am neuerschlossenen Gewerbegebiet an der der Moosfeldstraße angeboten, „doch wir brauchten eine schnelle Lösung“. Nun hofft Bittner, dass die Geschäfte auch in Gröbenzell so gut wie in Emmering laufen werden.

Von Tom Eldersch

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