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Defizit wird aber übernommen 

Emmering lehnt Beitritt zur Kreismusikschule ab

Die Kreismusikschule (KMS) ist eine der größten in ganz Bayern. Viele Kinder und Jugendliche aus dem ganzen Landkreis nutzen ihr Angebot – auch Emmeringer. 

Emmering – Daher ging es jetzt im Sozial-, Kultur- und Sportausschuss um eine Bitte der KMS: Die Gemeinde solle die ungedeckten Kosten für Kinder aus Emmering, die in einem Ensemble spielen, übernehmen. Vorschlag war, dass Emmering der KMS beitritt.

Bürgermeister Michael Schanderl (FW) fasste den Ist-Zustand zusammen: „Im Augenblick bezuschussen wir zwischen zehn und zwölf Kinder mit 70 Euro pro Kind.“ Darüber hinaus entstehe ein Defizit für Ensemblemitglieder von ungefähr 1000 Euro im Jahr. Dieser Betrag werde im Augenblick noch von den anderen Mitgliedsgemeinden getragen. Wenn die Gemeinde Mitglied der KMS würde, entstünden Kosten von rund 5000 bis 6000 Euro jährlich.

Daher schlug Schanderl vor, die Defizitbeiträge zu bezahlen – vor allem auch, um die anderen Kommunen nicht zu belasten. Er riet aber von einem Beitritt zur Kreismusikschule ab: „Wir verfolgen diese Strategie auch bei anderen Vereinen und können nicht für die Kreismusikschule eine Ausnahme machen“.

Manfred Haberer (CSU) wollte daraufhin wissen, warum überhaupt ein Defizit entstehe, wenn doch Mitgliedsbeiträge gezahlt werden. Schanderl erklärte, dass die KMS Zuschüsse vom Landkreis und vom Land in Höhe von ungefähr 680 000 Euro bekomme. Dennoch würde das und die geleisteten Beiträge nicht ausreichen, um alle Kosten zu decken.

Robert Bauer (FDP) fügte hinzu: „Ich war früher selbst Vorstand bei der KMS und weiß daher, dass der größte Kostenfaktor die Personalausgaben sind. Dort arbeiten gut ausgebildete Vollzeit-Musiklehrer, die müssen dementsprechend bezahlt werden.“

Der Ausschuss entschied einstimmig, nur die Defizite zu zahlen, jedoch nicht beizutreten. Die CSU-Fraktion wollte noch eine Ergänzung zum Beschluss: Jährlich werden maximal 3000 Euro an Defizit übernommen, so dass diese Zahlungen nicht aus dem Ruder laufen. Der Antrag der Fraktion wurde einstimmig angenommen. (Tom Eldersch)

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