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33-Jähriger mit Machete getötet: Streit unter Geschwistern endet wohl mit Bruder-Mord - weitere Details klar

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Von: Thomas Steinhardt, Dominik Göttler

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Fürstenfeldbruck: Mann attackiert Nachbarn mit Machete: Erklärung überrascht
Die Tatwaffe: eine Machete (Beispielbild). © mm

In Emmering ist in der Nacht auf Donnerstag ein 33-Jähriger mit einer Machete getötet worden. Der Verdacht richtet sich gegen den Bruder des Toten.

Update, 19.19 Uhr: Es ist 4 Uhr morgens in der Nacht zum Donnerstag, als bei der Integrierten Leitstelle der Polizei ein Notruf eingeht. Eine Bewohnerin eines Mehrfamilienhauses in Emmering im Landkreis Fürstenfeldbruck hatte Alarm geschlagen. Als die Rettungskräfte an der genannten Adresse eintreffen, wartet ein blutiger Anblick auf sie. Im Bad der Nachbarwohnung der Anwohnerin finden sie einen 33-jährigen Mann. Seine Verletzungen sind tödlich, die Rettungskräfte können ihm nicht mehr helfen. Offenbar ist der Mann mit einer Machete getötet worden. Unter Tatverdacht steht laut Polizei sein drei Jahre jüngerer Bruder.

Emmering (Bayern): Kripo geht nach Bluttat von Bruder-Streit aus

Die Kripo geht davon aus, dass die beiden Brüder in Streit geraten waren. Der Streit eskalierte und der Jüngere griff zur Machete. Der 30-jährige Kroate wurde festgenommen. Noch am Donnerstag wurde er dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl, der Tatverdächtige kam in Untersuchungshaft. Zur Tat selbst waren am Donnerstag (8. Oktober) noch viele Fragen offen. Die Polizei wollte sich nicht dazu äußern, warum die beiden in Streit geraten waren. Auch die Frage nach etwaigen Vorstrafen der beiden blieb gestern unbeantwortet. Nach Informationen unserer Zeitung sollen beide aber im Zusammenhang mit Rauschgiftdelikten polizeibekannt sein.

Das Mehrfamilienhaus, in dem sich die Tat ereignete, steht in einem ruhigen Wohnviertel am Ortsrand der 7000-Einwohner-Gemeinde Emmering die mittlerweile nahezu mit der Stadt Fürstenfeldbruck zusammengewachsen ist. Die meisten Bewohner des Hauses schliefen, als der Streit unter den Brüdern eskalierte. Erst als um 8 Uhr morgens die Polizei bei ihnen klingelte, erfuhren sie von der blutigen Tat. Nachbarn berichten, dass die beiden Brüder zu zweit in der Wohnung lebten, ihre Mutter sei schon vor längerer Zeit gestorben, der Vater Anfang September. Die beiden sähen sich so ähnlich, dass man sie nur am Gang auseinanderhalten konnte, berichtet ein Nachbar.

Emmering (Bayern): Nach Tat im Landkreis Fürstenfeldbruck - Opfer wurde obduziert

Der Tatverdächtige habe in einem örtlichen Supermarkt gearbeitet, hieß es weiter. Er habe immer wieder versucht, seinen älteren Bruder von den Drogen wegzubringen, jedoch wohl ohne Erfolg. Immer wieder soll es in der Vergangenheit zu Streitigkeiten unter den beiden gekommen sein.

Das Opfer wurde am Donenrstag (8. Oktober) obduziert. Das Ergebnis stand zu Redaktionsschluss noch aus.

Update: Der mutmaßliche Täter ist mittlerweile dem Haftrichter vorgeführt worden. Dieser erließ Haftbefehl. Der Tatverdächtige, er ist kroatischer Staatsangehöriger, wurde in eine Justizvollzugsanstalt überstellt. Das Opfer wird laut Polizei derzeit obduziert.

Am Donnerstag Morgen gegen 4 Uhr alarmierte eine Bewohnerin eines Mehrfamilienhauses in Emmering über die Integrierte Leitstelle die Polizei und den Rettungsdienst.

Emmering: Mann mit Machete getötet - Bruder unter Verdacht

Im Bad der Nachbarswohnung konnte durch die alarmierten Rettungskräfte nur kurze Zeit später ein 33-Jähriger mit tödlichen Verletzungen aufgefunden werden, wie die Polizei berichtet.

In enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft München II nahm die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck noch in den frühen Morgenstunden vor Ort die Ermittlungen auf. Derzeit laufen die Tatortarbeit und die Spurensicherung. Die Kripo-Beamten werden dabei auch durch einen Rechtsmediziner unterstützt.

Die Spurensicherung in Emmering.
Die Spurensicherung in Emmering. © Peter Loder

Streit unter Geschwistern in Emmering: Mann mit Machete getötet - Bruder unter Verdacht

Der Tatverdacht richtet sich gegen den Bruder des Opfers. Nach aktuellem Ermittlungsstand geht die Kripo davon aus, dass es zwischen den beiden Geschwistern zu einem Streit kam, im Zuge dessen der Jüngere dem Älteren mit einer Machete tödliche Verletzungen zufügte.

Der 30-Jährige wurde vorläufig festgenommen. Er soll noch am heutigen Tag einem Haftrichter vorgeführt werden. Zum Motiv und der genauen Tathandlung können aktuell keine Aussagen getroffen werden.

Immer wieder passiert es, dass Menschen Familienangehörige um Streit töten. So auch im bayerischen Gunzenhausen. Dort soll ein Vater für den Mord an seinen drei Kindern und seiner Frau verantwortlich sein. Er wurde verurteilt.

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