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Wohnbau statt Tennisplätzen: Auf dem Amperpark-Gelände können bis zu 90 Wohnungen entstehen. 

Emmering

Nächster Schritt zum Neubaugebiet

  • Thomas Eldersch
    vonThomas Eldersch
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Das Konzept für die Wohnbebauung auf dem jetzigen Amperpark-Gelände steht bereits seit einigen Monaten.

Emmering –  Jetzt kam der Ausschuss für Bau, Planung, Umwelt und Verkehr zusammen, um dem Architekturbüro „Goergens, Miklautz und Partner“ grünes Licht für den nächsten Schritt zu geben. Die Planungen sollen konkreter, die ersten Gespräche mit den zuständigen Behörden im Landratsamt aufgenommen werden: Dafür stimmte das Gremium unisono.

Die Zahl der Stellplätze

Zuvor gab es aber einige Nachfragen. Besonders über die Anzahl der geplanten Stellplätze entbrannte eine Debatte. Jeder der zukünftig etwa 90 Wohneinheiten sollen rechnerisch eineinhalb Parkplätze zur Verfügung stehen, ein Großteil davon in einer Tiefgarage. Für Besucher stehen entlang der Siedlerstraße etwa 20 Stellplätze zur Verfügung. Für Maximilian Gerber (FDP) sind das zu wenige: „Wenn am Wochenende ein Großteil der Bewohner der Häuser Besuch bekommt, sind die Parkplätze schnell alle belegt.“ Architekt Christian Weigl erwiderte: „Je mehr Stellplätze oberirdisch geschaffen werden, desto weniger wird die Tiefgarage genutzt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass der Verteilungsschlüssel, den wir angewendet haben, sich bewährt hat.“

Michael Schanderl (FW) stimmte dem Architekten zu. „Wenn weniger Parkplätze zur Verfügung stehen und es Angebote wie Carsharing gibt, dann entscheiden sich die Anwohner vielleicht seltener für ein Zweitauto.“ Und Ulrike Saatze (Grüne) sagte: „Wenn das Neubaugebiet gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist, lässt sich noch leichter auf ein zweites Auto verzichten.“

Die Kita-Plätze

Schanderl sprach aber noch ein Thema an: Er hätte lieber nur acht statt der geplanten neun Gebäude. Man könne zwei der ursprünglich zweistöckig geplanten Häuser um einen dritten Stock erweitern und ein Gebäude verlängern – so komme man auf die gleiche Anzahl an Wohnungen. Diese Idee unterstützte Konrad Füßl (CSU). „Das ist ein guter Ansatz, um der Flächenversiegelung vorzubeugen.“ Architekt Weigl nahm den Vorschlag auf und entwirft nun ein Konzept für acht sowie für neun Gebäude.

Gerber wollte noch wissen, ob an die Infrastruktur für die vielen Neubürger gedacht worden sei: „Gibt es genug Kita- und Schulplätze für die Kinder, die mit ihrer Familie nach Emmering ziehen?“

Rathauschef Stefan Floerecke (CSU) konnte beruhigen. „Wir haben noch Kapazitäten. Jede Familie wird einen Kita- und Schulplatz bekommen.“

Korbinian Würstle (Grüne) fragte, wie es mit den Planungen weitergeht und wann mit dem Bau zu rechnen ist. Weigl antwortete ihm: „Wenn die Gespräche mit den Behörden gut verlaufen, können wir im Sommer mit den Planungen für die Gebäude beginnen und im Spätherbst dann in die Bauleitplanung übergehen.“ Vor dem Ablauf eines Jahres sei aber nicht mit dem Baubeginn zu rechnen. 

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