Der verschwundene Lkw samt Inhalt bei einem Einsatz auf der Münchner Theresienwiese.

Emmering

Rätselhaft: Lastwagen samt Ponystall gestohlen

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Von einer Nacht auf die andere war der Lkw einfach weg. Spurlos verschwunden. Für die Besitzerin Sonja Schubert (27) aus Emmering völlig unverständlich.

Update am Dienstagnachmittag:

Der Lastwagen ist mittlerweile in Stuttgart aufgetaucht. Das erfuhr Sonja Schubert von der Polizei. Allerdings ist das Zelt verschwunden. Danach wird weiter gesucht. 


Emmering –  Denn, als sie am Tag davor noch bei ihrem Transporter vorbei geschaut hatte, sprang er gar nicht an. Die Diebe mussten also gut vorbereitet gewesen sein.

Für die 27-jährige Sonja Schubert geht es nicht nur allein um den Lkw – ein beigefarbener Mercedes Benz 711D mit dem Kennzeichen FFB–O–3964 – sondern vor allem um den Inhalt. Im Laderaum war ein mobiler Stall für Ponys verstaut. Schubert ist Schaustellerin und nutzt die Zeltkonstruktion als Ruhe- und Schlafstätte für ihre Pferde. „Für mich ist der Inhalt also fast wertvoller als das Fahrzeug.“

Abgestellt in der Nähe des Emmeringer Sees

Abgestellt war der in die Jahre gekommene Lkw in der Parkbucht gegenüber des Emmeringer Sees. „Keine 700 Meter von unserem Haus entfernt“, sagt Schubert. Normalerweise stünde der Transporter auf ihrem Hof, doch nach einem Einsatz wurde er für ein paar Tage auf dem Parkplatz abgestellt. „Als wir ihn dann am Donnerstag abholen wollten, sprang er nicht an.“ So konnte sie nur den Anhänger mit einem Unimog auf ihren Hof ziehen. Am nächsten Tag kam sie mit einer mobilen Starterbatterie wieder – vom Lkw fehlte aber jede Spur.

Die Diebe mussten also nicht nur das Fahrzeug aufbrechen, sondern brauchten dazu auch noch ein tragbares Startergerät. „Die Batterie ist unter dem Fahrersitz und neben den Lkw fahren, war wegen der Böschung nicht möglich“, überlegt Schubert. Der Diebstahl war also aufwändiger und das hätte doch jemand mitbekommen müssen, meint die Emmeringerin. Tatsächlich schlafen in der Parkbucht häufig Fahrer in ihren Lkw.

Nachdem der erste Schock verdaut war, rief die 27-Jährige sofort bei der Polizei an, doch die konnte ihr keine große Hoffnung machen. Da sich in der Nacht Reif gebildet und es am Tag getaut habe, seien alle möglichen Beweise unbrauchbar geworden, wurde ihr gesagt.

Michael Fischer, Vizeleiter der Inspektion Fürstenfeldbruck, sagte dem Tagblatt, es sei sehr selten, dass so ein Lkw gestohlen werde. Wenn überhaupt, dann käme das eher auf Autobahnparkplätzen vor. „Wir können jetzt nichts weiter tun, außer das Fahrzeug als gestohlen auszuschreiben und hoffen, dass es jemand wiedererkennt.“ Wer etwas beobachtet hat, das mit dem Diebstahl in Zusammenhang steht, wird gebeten, sich bei der Polizei unter Telefon (0 81 41) 61 20 zu melden. 

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