Rein mit dem Strom ins Auto: (v.l.) Werner Öl (als Vertreter der Gemeinde), Oliver  Schwarz und Gottfried Obermair (Vorsitzender Ziel 21) an der E-Ladestation. Foto: Peter Weber
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Rein mit dem Strom ins Auto: (v.l.) Werner Öl (als Vertreter der Gemeinde), Oliver Schwarz und Gottfried Obermair (Vorsitzender Ziel 21) an der E-Ladestation. Foto:

Emmering

Traum von E-Tankstelle wird wahr

„Die Zukunft sind Elektroautos“, meint Oliver Schwarz – und betrachtet stolz seine brandneue Ladestation. Mit der E-Tankstelle vor seiner Heizungsbaufirma an der Anton-Pendele-Straße 5 hat er sich seinen Traum erfüllt.

Emmering – Die Ladesäule kann von allen Elektroauto-Besitzern genutzt werden.

Betrieben wird die Ladestation durch 99 Prozent Eigenstrom – das Gebäude ist rundum eingedeckt von Solaranlagen. „Ich verwende ausschließlich Ökostrom und Ökogas“, sagt Schwarz dazu. Die Ladestation wurde in Südtirol gefertigt und kostete 36 000 Euro. „Vom Staat habe ich nach langem Warten 12 000 Euro bekommen, den Rest habe ich selbst gezahlt.“ Ende 2018 hatte Schwarz einen Zuschussantrag gestellt, im November 2019 wurde er bewilligt. Aber das Warten sei es ihm wert gewesen, sagt er.

„Elektroautos sind nicht nur gut für die Umwelt, sie sind auch wesentlich billiger als Benziner“, sagt der Befürworter der E-Mobilität. Eine Komplettladung – also eine Tankfüllung – koste zehn bis 15 Euro. Positiv seien auch die geringen Wartezeiten: „Die meisten Menschen denken, man muss an jeder Ladestation drei Stunden warten, bis das Auto voll ist. Bei dieser dauert es gerade mal 20 Minuten“, berichtet Schwarz stolz. Natürliche komme es auch auf die Größe des Akkus an. Das Aufladen der Autos sei insgesamt unproblematisch: Einfach die Ladekarte an den Scanner der Ladestation halten und lostanken. Karten, egal von welchem Anbieter, seien bei Netzbetreibern oder Ladedienstleistern wie Tankstellen zu erhalten. Ein Smartphone sei daher nicht zwingend notwendig. Auch ein Ladekabel müsse niemand mitbringen.

„Ich bin total froh, dass nun doch alles geklappt hat“, sagt Schwarz. „Das Projekt war mir sehr wichtig. Und selbst wenn der Prozess ein Kampf war, bin ich immer dran geblieben und könnte nun nicht glücklicher darüber sein.“ Nun kann jeder Besitzer eines Elektroautos die neue Ladestation nutzen. Dass alles funktioniert, davon überzeugten sich Werner Öl als Vertreter der Gemeinde und Gottfried Obermair von Ziel 21. LENA STRATZ

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