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Emmering will mit Pilotprojekt aufblühen

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Von: Thomas Eldersch

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Klatschmohn und Kornblumen halten Nahrung für viele Insekten bereit. © Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa

Die Gemeinde will sich stärker für Pflanzen- und Tiervielfalt einsetzen. Ein Antrag der Freien Wähler (FW), sich für das Pilotprojekt „Brucker Land blüht auf“ zu bewerben, wurde im Umweltausschuss einstimmig angenommen.

Emmering – Umweltreferent Ottmar Altbauer (FW) stellte das Projekt vor. Es geht darum, auf gemeindlichem Grund wieder ursprüngliche Wiesen entstehen zu lassen, sodass Biodiversität und Artenschutz nachhaltig verbessert werden. Unter Anleitung des Biologen Reinhard Witt sollen Grünflächen renaturiert werden. Witt hat bereits in Haar (Landkreis München) große Erfolge erzielt – und will das Konzept unter dem Namen „Haarer Modell“ an andere Kommunen weitergeben.

Altbauer sagte, es gäbe zwei Möglichkeiten mitzumachen. Entweder man nimmt an einer Erstbegehung teil und lässt sich erklären, wie man nachhaltige Blumenwiesen etablieren kann. Dafür müsste die Gemeinde ungefähr 1400 Euro zahlen. Oder man bewirbt sich als Pilotgemeinde, was das Doppelte kostet. Aber dafür könnte Witt – zugeschnitten auf Emmering – die Planung viel genauer vornehmen.

„Witt würde die Bauhof-Mitarbeiter an die Hand nehmen und sie bei der Pflege über Jahre hinweg begleiten“, erklärte Altbauer. Vor allem die Auswahl des richtigen Saatguts sei eine Wissenschaft für sich. Und man wolle ja nachhaltig begrünen, „nicht, dass man jedes Jahr neues Saatgut kaufen muss“.

Vize-Bürgermeister Christofer Stock (CSU) – der die Sitzung leitete, da Rathauschef Michael Schanderl (FW) auf Kur ist – fragte, ob es nicht genüge, bei einer Erstbegehung mitzumachen. Dann könnte man die Kosten auf die Teilnehmer mehrerer Kommunen verteilen. Doch Altbauer meinte: „Wenn wir nur bei einer anderen Gemeinde mitgehen, können wir das vielleicht nicht auf Emmering ummünzen.“

Karl Ring (SPD) begrüßte den Antrag. Er wollte aber vor Projektstart festgelegt wissen, welche Flächen begrünt werden sollen. Und für die CSU-Fraktion war eine dauerhafte Zusammenarbeit von Bauhof und Witt wichtig. Beides sagte Altbauer zu.

Derzeit sind keine Mittel für das Projekt im Haushalt eingeplant. Doch der Umweltreferent sagte, er habe dafür Geld in seinem Budget. Die Bewerbung soll also vorbereitet werden, beschloss der Ausschuss.

Das Projekt „Brucker Land blüht auf“ wurde vom Brucker Forum und von der Solidargemeinschaft Brucker Land angestoßen. Interesse haben derzeit sieben Kommunen, darunter auch Fürstenfeldbruck und Adelshofen. Wer den Zuschlag erhält, entscheidet Witt. 

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