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Am Amperpark entstehen Wohnungen.

Emmering

Wohnen am Amperpark bringt laut Gutachten weniger Verkehr als befürchtet

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Die Tage des Amperparks sind endgültig gezählt. Mitte nächsten Jahres rollt der letzte Tennisball über die Plätze der Sportanlage. Dann sollen auf dem Gelände 90 Wohneinheiten entstehen.

Emmering –  In weiteren Bauabschnitten könnten noch einmal 58 Wohnungen dazu kommen. Was das für den Verkehr in der angrenzenden Siedlerstraße bedeutet, sollte jetzt eine Verkehrsuntersuchung zeigen. Die Ergebnisse, die jetzt im Bauausschuss des Gemeinderats vorgestellt wurden, fielen anders als erwartet aus.

Eigentlich hatten die Gemeinderäte bei der ersten Präsentation des Bauprojekts mit erhöhtem Verkehrsaufkommen gerechnet. Eine zweite Erschließung über einen Zubringer im Norden wurde sogar erwogen. Doch Verkehrsplaner Michael Kunz, von Gevas, Humberg und Partner, konnte die Bedenken widerlegen. Er geht lediglich von 200 Fahrzeugen mehr aus bis 2035.

Etwa 550 Kfz-Fahrten würden die 148 neuen Wohnung im Schnitt pro Tag verursachen. Dagegen stehen die 350 Fahrten, die bereits jetzt durch den Amperpark anfallen. Zu Spitzenzeiten seien es sogar 670 Fahrten am Tag. Daher bleibt die Siedlerstraße eine Wohnstraße, so Kunz.

Außerdem wurde die Verkehrsbelastung auf der angrenzenden Estinger, Dachauer und Gräßelstraße gemessen. Dabei standen die sogenannten Knotenpunkte – also die Kreuzungen – im Fokus. Also wie lange man im ungünstigsten Fall warten muss, bis man weiterfahren kann. Dabei erhielten so gut wie alle Knotenpunkte die Bestbewertung A. Die neue Bebauung ändere daran nichts.

CSU-Gemeinderat Werner Öl zog daraus den Schluss, dass sich der Verkehr nur zeitlich verlagert. „In der Früh wird mehr los sein. Jetzt, mit dem Amperpark, ist am Abend mehr Betrieb.“ Sein Fraktionskollege Konrad Füßl fügt noch hinzu: „So ist die Nachtruhe eher gewährleistet.“

Hans Weiß (CSU) gab zu bedenken, dass die Zunahme des Verkehrs durch Wohnbauprojekte umliegender Kommunen nicht in die Untersuchung einflossen. Kunz erwiderte, dafür müsse man einen großflächigen Verkehrsplan wie in Bruck aufstellen. Bürgermeister Michael Schanderl (FW) fügte entschlossen hinzu: „Wir lassen uns nicht von Dritten in unseren Bauprojekten hemmen.“

Florian Penzkofer von der Demos-Wohnbaugesellschaft wünschte sich am Ende der Präsentation noch, dass der Startschuss für die Planungen noch vor der Kommunalwahl 2020 fallen soll. Werner Öl antwortete: „Wir sollten nichts übers Knie brechen. Der neue Gemeinderat sollte die Entscheidung treffen.“ Und Rathauschef Schanderl schob nach:  Es gebe noch jede Menge Vorbereitungen zu treffen. Die Diskussion müsse daher Anfang 2020 weiter gehen. 

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