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Das alte Emmeringer Feuerwehrhaus wird abgerissen.

Gesamtkosten von rund 4,5 Millionen Euro 

Altes Feuerwehrhaus macht Platz für urbane Wohn-Wache

Jetzt wurden im Gemeinderat erstmals Pläne des Architekturbüros Schrammel für die neue Feuerwache vorgestellt. Doch nicht alle waren begeistert.

Emmering – Firmenchef Stefan Schrammel betonte, er wolle ein funktionales, aber auch städtebauliches Gebäude entwerfen. Es solle sich in Ausrichtung und Form an seine Umgebung anpassen. Vor allem die zwei zusätzlichen Wohnungen, die im zweiten Obergeschoss des Kopfhauses geplant sind, unterliegen diesem Ziel. Das restliche Gebäude wird dann natürlich alle Vorschriften für ein Feuerwehrhaus erfüllen.

Die Kosten stellte Günter Bauer vom Architekturbüro Schrammel dar. Durch die zusätzlichen Wohnungen liegt die gesamte Bausumme bei geschätzt 4,21 Million Euro. Darin enthalten ist aber bereits der Abriss des alten Gebäudes. Die Wohnungen selbst machen einen Anteil von 550.000 Euro aus. Josef Huber (FW) forderte, dass bei der Vergabe der Apartments Mitglieder der Feuerwehr bevorzugt werden sollen. Das sagte Bürgermeister Michael Schanderl (FW) zu.

Zusätzlich fallen rund 300.000 Euro für die Entsorgung der Altlasten im Boden an. Weitere 80.000 Euro macht der Bau eines Feuerwehrübungsturms aus, der – verbunden mit einer Stahlbrücke – einen Fluchtweg vom Hauptgebäude darstellen würde.

Die Pläne trafen allgemein auf Zustimmung. Doch das Design der Wohnungen führte zu Diskussionen. So empfand Manfred Haberer (CSU) die Drehung des Haupthauses hin zur Amperstraße und die Säulen an der Nord- und Südseite als nicht besonders schön. Die Balkone würden den Wohnungen zu viel Wohnfläche wegnehmen.

Architekt Stefan Schrammel versicherte dem Gemeinderat, dass die Wohnungen noch nicht fertig geplant seien und das sowohl die Säulen – neben ihrem statischen Nutzen – als auch die Drehung dem städtebaulichen Zweck dienen. Seniorchef Hans Schrammel (82), der an den Plänen mitgearbeitet hatte, sagte anschließend: „Sie müssen mir erstmal einen Baumeister zeigen, der ihnen einen viereckigen Klotz mit all den Funktionen hinstellt.“

Hans Weiß (CSU) war ebenfalls gegen das Design des Hauses und der Wohnungen: „Das hätte nichts mehr mit einem Feuerwehrhaus zu tun. Da hätten wir lieber mit dem Rathaus einziehen sollen.“ Er und Haberer blieben aber die Einzigen, die gegen den Beschlussvorschlag der Planungen stimmten.

Schanderl sagte, der Bau werde wohl nicht vor 2019 starten. Vor allem wegen der angespannten Lage auf dem Baumarkt könnte sich das Projekt verzögern, meinte der Bürgermeister und verwies auf die Nachbargemeinde Gröbenzell, die händeringend eine Baufirma für ihr neues Rathaus sucht.

von Tom Eldersch

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