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Die neue Attraktion in Emmering: Bürgermeister Michael Schanderl zeigt das Bacherl, das seit kurzem vor dem Rathaus fließt. 

Vor dem Rathaus

Emmeringer Bacherl fließt zwischen Stadt und Land

Etwa 80 Meter lang plätschert es vorbei am Rathaus: das so genannte Emmeringer Bacherl. Es soll den Platz aufwerten und zeigen, wie sich in der Gemeinde Stadt und Land verbinden: 

Emmering– Unmittelbar vor der Verwaltung wurde ein städtischer Baustil mit Beleuchtung gewählt. Umso weiter weg sich der Bach vom Rathaus entfernt, desto ländlicher und natürlicher ist er angelegt. Schon jetzt zieht das Wasser Kinder zum Herumtollen an – und Bürgermeister Michael Schanderl ist sehr zufrieden mit dem Werk.

Kürzlich hatte er die Freigabe für den Betrieb des Wasserlaufes gegeben. Die Beton-Rinne und der natürlich gestaltete Bachlauf sind Teil der Außenanlagen um das Rathaus, die durch Mittel der Städtebauförderung bezuschusst wurden. Jetzt fließt das Bacherl 14 Stunden jeden Tag und wird in vielen verschiedenen Farben angestrahlt. „Um 19 Uhr wird die Beleuchtung angeschaltet. Von Blau, Grün und Rot über Rosa und Orange sind fast alle Farben vorhanden“, erklärt Schanderl. Es handle sich dabei jedoch um keine Sicherheitsbeleuchtung, sondern schlichtweg um eine Gestaltungsmaßnahme.

Für das Bacherl wird Grundwasser verwendet. Denn die wasserrechtliche Erlaubnis, das Wasser aus der Amper zu entnehmen, war zu schwierig zu bekommen gewesen.

Insgesamt erstreckten sich die Bauarbeiten über elf Monate. Jetzt sind nur noch einige Restarbeiten zu erledigen. Außerdem brauche es noch Zeit, bis alle Pflanzen ausgewachsen sind, sagte Schanderl. Zum Schutz dafür seien momentan noch Palisaden aufgestellt, die spätestens im Herbst wieder entfernt werden sollen.

Auf die Frage, ob es schon Reaktionen der Emmeringer gegeben habe, antwortet der Bürgermeister: „Bisher habe ich einige positive Rückmeldungen erhalten. Ich komme oft ins Gespräch mit Passanten. Alle haben gesagt, wie schön sie die Neugestaltung finden. Die Kosten für die Maßnahmen tauchen selten in solchen Gesprächen auf.“

Viele Bürger seien nämlich der Meinung gewesen, die 600 000 Euro wurden allein für den Bachlauf aufgewendet. Dabei waren das die Gesamtkosten für die Vorplatz-Gestaltung. „Die Wasserbau-Maßnahmen machten tatsächlich aber nur zehn Prozent der Gesamtkosten aus“, betont Schanderl. Abzüglich der Förderung musste die Gemeinde rund 270 000 Euro selbst zahlen. Insgesamt ist er sehr zufrieden mit der Neugestaltung. „Die Grundidee war ein städtisches Flair mit ländlicher Identität. Das passt zu Emmering. Die Aufenthaltsqualität in der Ortsmitte wird gestärkt.“ (amü)

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