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Nicht mehr zeitgemäß: Das Emmeringer Feuerwehrhaus ist 43 Jahre alt. Archivfoto: 

Emmering

Feuerwehr präsentiert Neubau-Vorschlag

Die Mitglieder haben klare Vorstellungen von ihrem neuen Feuerwehrhaus. In einem Arbeitskreis haben fünf Aktive, wie es vom Ausschuss für Verkehr, Gewerbe und gemeindliche Einrichtungen gewünscht worden war, einen Entwurf für einen Neubau erarbeitet. Kommandant Robert Klement präsentierte die Vorschläge in der jüngsten Sitzung.

Emmering– Klement plädierte dafür, am jetzigen, zentralen Standort zu bleiben: „Wir sind schnell am Einsatzort.“ Jedoch sei die Ein- und Ausfahrt am Bachwörth unübersichtlich. „Es ist ein Wunder, dass noch kein Unfall passiert ist“, sagte er. Sicherer sei eine direkte Ausfahrt von der Feuerwehr in Richtung Amperstraße. Sie soll trichterförmig sein und zur Straße hin leicht ansteigen. „Autos, die zum Haus wollen, sollen – wie bisher – über den Bachwörth fahren. Andersherum verkehren sie über die direkte Ausfahrt zur Amperstraße“, erklärte Feuerwehrmitglied Bernhard Bichler. Das reduziere den Gegenverkehr.

Ihm zufolge wäre der Neubau – bestehend aus Erdgeschoss und Keller – fast so groß wie das jetzige Gebäude, wenn man es sanieren würde. Im Untergeschoss sind ein Heizungs- und ein Technikraum und eventuell einer für Sportgeräte vorgesehen. Die Einsatzfahrzeuge sollen oberirdisch in fünf Garagen untergebracht werden. Daneben wünscht sich die Feuerwehr eine Waschhalle, um die Autos und Geräte nach einem Einsatz zu säubern. „Bei richtiger Pflege hält die Ausrüstung länger“, so Klement.

Die Umkleide der Männer soll Platz für rund 80 Spinde bieten, die der Frauen für etwa 20. Beide könnte man erweitern, indem man sie mit einer Tür an einen Lagerraum anschließt. „Das ist zukunftssicher“, sagte Klement.

Einige Ausschussmitglieder, darunter Evelin Brauner (Frei Wähler/FW,) zweifelten daran, ob der jetzige Standort zwingend beibehalten werden müsse. Rathauschef Michael Schanderl (FW) verwies auf die Flächen am Rewe-Supermarkt und an der Siedlerstraße, die auch verfügbar seien. Zwar liege das Areal an der Siedlerstraße im Gegensatz zu dem am Rewe zentral genug, sagte Klement. Feuerwehrmitglied Bichler sei jedoch bei einer groben Schätzung zum Ergebnis gekommen, dass beide Grundstücke zu klein seien.

Die gemeindliche Fläche auf den zwei Arealen beträgt Rathaus-Geschäftsleiter Markus Pree zufolge jeweils zwischen 4000 und 4300 Quadratmeter. Zusätzlichen Grund könne die Gemeinde zukaufen, sagte der Bürgermeister. Und er gab zu bedenken: „Bei einem Standortwechsel fallen die Verlagerungskosten für den Bauzeitraum weg.“

Die Gemeinde soll sich zudem mit der Stadt Fürstenfeldbruck, die auch ein Feuerwehrhaus plant, und Kreisbrandrat Hubert Stefan austauschen. Es mache schließlich keinen Sinn, zwei Feuerwehrhäuser in unmittelbarer Nähe zueinander zu bauen.

Nun soll ein Fachplaner entscheiden, ob der Entwurf der Feuerwehr machbar ist. Auch eine Kostenschätzung ist erforderlich. „Ein so wichtiges Projekt sollten wir nicht übers Knie brechen“, sagte Edmund Oswald (CSU). Demnächst werden Details diskutiert. (rm)

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