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„Viele denken nur an sich selbst und die eigene Familie.“Katharina plabst, FU-Vorsitzende FU-Kreisvorsitzende Katharina Plabst am Rednerpult, dahinter der Landfrauenchor .

Neujahrsempfang

Frauen Union im Rednerpech – CSU-Prominenz springt ein

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Das Jahr ist zwar schon ein wenig fortgeschritten, aber kein Grund nicht noch allen ein frohes Neues zu wünschen, sagte Katharina Plabst Vorsitzende der Frauen Union (FU). Das sahen die Gäste des Neujahrsempfangs der FU genauso und fanden sich zahlreich im Festsaal des Bürgerhauses Emmering ein.

Emmering –  Doch so entspannt wie die Feiern der letzten Jahre sollte diese für die FU-Vorsitzende nicht werden, denn kurz vor Beginn der Veranstaltung musste der Ehrengast leider krankheitsbedingt absagen. Eingeladen war die bekannte Schauspielerin Senta Auth, die beispielsweise in der Serie „Dahoam is Dahoam“ mitwirkte. „Das ist der Supergau für jeden Veranstalter“, sagte Plabst in ihrer Begrüßung.

Und Senta Auth war nicht die einzige, die aus gesundheitlichen Gründen am Empfang nicht teilnehmen konnte. Leider musste Landtags-Vize Reinhold Bocklet ebenfalls absagen. Dennoch fehlte es nicht an politscher Prominenz: Bundestagsabgeordnete Katrin Staffler und Landtagsmitglied Alex Dorow waren zugegen und wurden gleich als Ersatzredner eingespannt.

Zunächst ermahnte jedoch Katharina Plabst in ihrer Eröffnungsrede, dass man sich in Bayern öfter seiner privilegierten Lage bewusst sein sollte. Man sollte besser darauf achten, Essen und Kleidung nicht zu verschwenden und mehr Mitgefühl gegenüber Bedürftigen zeigen. „Wir verurteilen Donald Trump als Egoisten, doch inzwischen sind viele von uns selber egoistisch geworden. Man denkt nur an sich selbst und die eigene Familie und erst viel später an andere“, sagte die FU-Vorsitzende. Katrin Staffler erzählte anschließend aus ihrem Alltag in Berlin und worauf sie sich in der nächsten Zeit freut. Denn ab nächster Woche wird sie in zwei Bundestagsausschüssen mitarbeiten. Für sie sei es wichtig, Politik für die Zukunft zu machen, damit es Bayern und Deutschland auch noch in 20 oder 30 Jahren gut gehe. Das funktioniere nur in einem starken Europa. „Deutschland kann nicht mehr allein stehen“, ist das Fazit der Abgeordneten.

Parlamentarier Alex Dorow hat inzwischen schon Routine als Ersatzredner: „Ich bin erst gestern in Nürnberg bei einem Neujahrsempfang als Redner eingesprungen.“ Eines der zentralen Themen seiner Rede war Differenzierung. „Es ist Zeit, mit dem Schubladendenken aufzuhören“, fordert der Landtagsabgeordnete. Der Blick über den Tellerrand und in andere europäische Länder sei sehr wichtig.

Für die Zerstreuung zwischen den Reden sorgte der Chor der Landfrauen unter der Leitung von Gertraud Schöttl. Nach ungefähr eineinhalb Stunden und einer Dankesrede von Katharina Plabst ließen sich die Gäste noch das üppige Mittags-Buffet schmecken. 

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