Michael Schanderlsoll auf Landkreisebene mitarbeiten.   Foto: Archiv Weber

In Emmering

Gemeinsame Sache beim Wohnungsbau

Emmering – Emmering tritt einer interkommunalen Wohnungsbaugesellschaft bei. Das hat der Gemeinderat beschlossen. Ende das Jahres gibt es einen Zwischenbericht.

Wie kann preisgünstiger Wohnungsbau gefördert werden? Diese Frage hatten die Freien Wähler Anfang Dezember im Gemeinderat gestellt. Die Verwaltung prüfte daraufhin die rechtlichen und organisatorischen Möglichkeiten. Die Ergebnisse präsentierte Rathauschef Michael Schanderl in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Grundsätzlich gebe es zwei Optionen, wie neuer Wohnraum günstig geschaffen werden kann, so Schanderl. Entweder könne die Kommune dies – wie bisher – in Eigenregie umsetzen. Dafür müsste sie eine eigene Wohnungsbaugesellschaft gründen. Die Emmeringer könnten sich aber auch einer interkommunalen Wohnungsbaugesellschaft anschließen.

Die Gründung einer eigenen Gesellschaft sei für Emmering wirtschaftlich nicht lohnenswert. Das stellte der Kommunale Prüfungsverband Bayern im März fest. Hinzu kommt, dass ein Teil der kommunalen Baumaßnahmen aus dem Gemeindehaushalt finanziert werden müsste.

Zusammenarbeit mit Gröbenzell, Olching und Puchheim

Infrage komme demnach nur, dass mehrere Kommunen im Landkreis gemeinsam an dem Thema arbeiten. Gröbenzell, Olching und Puchheim hätten dafür bereits eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, berichtete der Bürgermeister. Dieser „Aktionsplan Wohnungsbau“ soll Aufschluss darüber geben, wie eine interkommunale Wohnungsbaugesellschaft für diese Gemeinden – „zu wirtschaftlichen Bedingungen“ – ins Leben gerufen werden könnte.

Bei den Besprechungen dazu im Landratsamt sei er als Vorsitzender des Gemeindetags dabei gewesen, sagte Schanderl. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, dass der Bürgermeister auf Landkreisebene am Aktionsplan Wohnungsbau mitarbeiten solle. So sollen die Interessen der Gemeinde miteinfließen.

Der mögliche Beitritt zu einer interkommunalen Gesellschaft wurde von Seiten der Freien Wähler begrüßt. Auf Beatrix Obsts (FW) Frage, ob es dafür staatliche Zuschüsse gebe, antwortete Schanderl: „Leider nur begrenzt.“ Ein Zwischenbericht über den aktuellen Stand des Aktionsplans Wohnungsbau könne jedoch Ende des Jahres vorgelegt werden, versprach er. Das entspricht auch dem Wunsch von Florian Oberpaul (FW). Er hatte beantragt, einen festen Zeitpunkt dafür festzulegen. Dann könne im Gemeinderat erneut über den Stand der Dinge diskutiert werden.

SPD-Gemeinderat Karl Ring interessierte zudem, ob in Emmering auch unabhängig vom Aktionsplan vergünstigte Grundstücke zur Verfügung gestellt werden könnten. Dies müsse erst abgewägt werden, erklärte der Rathauschef. Bei der Ausweisung von neuen Baugrundstücken könne aber überlegt werden, nicht allein nur das Einheimischenmodell anzuwenden. „Vielleicht können wir einen Teil für günstigen Wohnungsbau freigeben“, so Schanderl.

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