+
Das Rathaus in Emmering.

Kommunalwahl FFB 2020

Grüne wollen in Emmering hoch hinaus

  • schließen

Mehr Zusammenarbeit zwischen Emmering und Fürstenfeldbruck, ohne jedoch die eigene Eigenständigkeit aufzugeben – das ist das Ziel der Grünen, die bei den kommenden Kommunalwahlen erstmals mit einer Liste in Emmering antreten wollen.

Emmering –  „Das Inseldenken ist nicht mehr zeitgemäß“, sagte Korbinian Würstle bei einem Arbeitstreffen der Grünen.

Vor noch nicht allzu langer Zeit war Emmering für die Ökopartei ein totes Pflaster. Im Gemeinderat ist sie nicht vertreten. Der gemeinsame Ortsverband Fürstenfeldbruck-Emmering verzeichnete gerade einmal zwei Mitglieder aus der kleineren Kommune. Doch auch die Emmeringer profitieren vom Rückenwind der Europawahl und der „Fridays for Future“-Bewegung. Wie Grünen-Stadt- und -Kreisrat Jan Halbauer sagt, konnte die Zahl der Mitglieder aus Emmering zuletzt verfünffacht werden. „Und es ist weiteres Potenzial da.“

Grüner Traum von der Revolution

Deshalb will die Partei im März 2020 nicht nur eine Gemeinderatsliste, sondern auch einen Bürgermeisterkandidaten stellen. Die Vorarbeiten dazu werden derzeit geleistet. Würstle kündigt an: „Wir haben Großes vor.“ Allerdings müsse man klein anfangen. „Aber jede Revolution hat mal klein begonnen“, sagt er weiter.

Für die Emmeringer bedeutet das konkret, dass derzeit im Kleinen – also in Arbeitsgruppen – das ortsspezifische Parteiprogramm erarbeitet wird. Beackert werden die Themenfelder Familienpolitik, bezahlbares Wohnen und Wirtschaft, Verkehr, Umwelt und Natur, sowie der Komplex Kultur, Freizeit, Sport und Bildung. Noch ist es laut Würstle aber zu früh, um mit konkreten Formulierungen an die Öffentlichkeit zu gehen. Die Zeitschiene bis März sieht vor, dass die Arbeitsgruppen noch über den Sommer arbeiten. Anschließend werden konkrete Inhalte diskutiert und Themen für den Wahlkampf erarbeitet.

Laut Halbauer ist es das Ziel, im Oktober einen Bürgermeisterkandidaten zu nominieren. Für einen Namen sei es noch zu früh. Oft zu hören sind aber die Namen Würstle und Kathrin Durach.

Im Dezember soll die Liste der Grünen stehen

Spätestens im Dezember soll die Liste der Gemeinderatskandidaten aufgestellt werden. In dieser Zeit wollen die Grünen auch mit ihrem Wahlprogramm an die Öffentlichkeit gehen.

Für Bruck und Emmering werde es auf jeden Fall zwei getrennte Wahlkämpfe geben, so Halbauer – auch weil dieser in Emmering mit der Bürgermeisterwahl eher personenbezogen geführt werden müsse. Gleichwohl sieht Halbauer Themen, die man mit Bruck gemeinschaftlich diskutieren wolle – allem voran die Fliegerhorst-Konversion, aber auch die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum.

Mehr Zusammenarbeit

Brucks 3. Bürgermeisterin Karin Geißler sieht die große Chance zu betonen, dass die benachbarten auch befreundete Kommunen werden wollen. Sie wünscht sich mehr Zusammenarbeit auf der Ebene der Verwaltung. Würstle ergänzte: „Emmering bleibt natürlich Emmering, und Bruck bleibt Bruck. Das ist keine Frage.“ Dennoch sei mehr Zusammenarbeit nötig. Ein gemeinsamer Ortsverband sei das große Plus der Grünen in diesem Bereich. Denn hier würden politische Inhalte zählen, und nicht die Konfrontation. 

Auch interessant: Die Kommunalwahl 2020 in der Region Fürstenfeldbruck

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Die Kommunalwahl 2020 in der Region Fürstenfeldbruck
Im Frühjahr 2020 sind die Bürger auch in der Region Fürstenfeldbruck dazu aufgerufen, den Landrat, die Rathauschefs sowie Kreis,- Stadt,- und Gemeinderäte zu wählen: Am …
Die Kommunalwahl 2020 in der Region Fürstenfeldbruck
Der erste Bürgermeisterkandidat in Kottgeisering
Der bis dato einzige Bürgermeisterkandidat des Dorfes, Andreas Folger, ist von der Bürgervereinigung (BV) jetzt offiziell nominiert. Und er hat sich mit der zahlenmäßig …
Der erste Bürgermeisterkandidat in Kottgeisering
Geringere Kosten fürs Familiengrab
Zum 1. Januar ändern sich die Gebühren auf dem Gemeindefriedhof.
Geringere Kosten fürs Familiengrab
Beerdigungen werden teurer
Die Grafrather müssen für Beerdigungen auf dem Friedhof künftig deutlich tiefer in die Tasche greifen. Bislang profitierten sie von einem mehr als zwei Jahrzehnte alten …
Beerdigungen werden teurer

Kommentare