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Das alte Streitthema S-Bahnhof in Emmering kam im Gemeinderat wieder auf.

Dreigleisiger Ausbau der Strecke

Altes Streitthema: S-Bahnhof in Emmering

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Eigentlich sollte der Gemeinderat nur darüber zustimmen, dass er im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung der Bahn zum Ausbau der Bahnstrecke Pasing – Buchenau keine eigenen Belange hat. Das wurde auch so beschlossen. Doch in der Diskussion wechselte man schnell auf ein altes Streitthema: Wird es in der Zukunft einen Bahnhof in Emmering geben?

Emmering – Bürgermeister Michael Schanderl (Freie Wähler/FW) fasste zunächst die geplanten Veränderungen an der Bahnstrecke zwischen Pasing und Buchenau zusammen. Durch eine Blockverdichtung, also eine Abstandsverkürzung zwischen den Signalen, sollen mehr Züge in kürzerer Zeit fahren können. So kann auch die S-Bahn-Taktung variabler werden.

Doch bevor es soweit kommt, muss die Bahn erst einmal ein Planfeststellungsverfahren für den Ausbau erarbeiten. In diesem Zusammenhang gibt es eine vorgeschobene Prüfung der Auswirkungen der neuen Streckenführung auf die Umwelt. Aus diesem Grund wurde die Gemeinde Emmering gefragt, ob sie selbst noch Anmerkungen zu der Untersuchung hat.

Robert Bauer (FDP) sagte, falls der dreigleisige Ausbau auch bis zur Buchenau und nicht nur, wie bis jetzt geplant, bis Eichenau gehe, dann solle die Option einer S-Bahn-Station in Emmering in die Umweltprüfung mit aufgenommen werden. Nicht dass man dann noch mal prüfen müsse.

Rathauschef Schanderl wäre einem möglichen Halt in der Unteren Au nicht abgeneigt. Aber er stellte klar, dass es in der Sitzung nicht um einen Bahnhof in Emmering gehe. Werner Öl (CSU) stimmte Schanderl zu: „Über das Thema ist schon viel gestritten worden. Wir sollten das hier ausklammern.“

Doch Robert Bauer ließ nicht locker. „Wenn durch den dreigleisigen Ausbau in Eichenau Parkplätze wegfallen werden und die Züge in einer höheren Frequenz fahren, dann bedingt das geradezu eine Haltestelle in Emmering.“ Als Lösung schlug Schanderl einen Kompromiss vor. Man werde die Bahn fragen, ob man einen potenziellen Bahnhof Emmering in die Prüfung aufnehme. Aber man werde nicht mehr darüber diskutieren, denn ein Halt in Emmering sei bereits in einer früheren Sitzung abgelehnt worden.

Fraktionssprecherin Beatrix Obst (FW) wollte noch wissen, was mit dem Fußgängerübergang am Ende der Tonwerkstraße passiert, wenn die Züge häufiger fahren. Diesen Übergang wird es so in Zukunft nicht mehr geben, antwortete der Rathauschef. Die Deutsche Bahn, die Stadt Fürstenfeldbruck – auf deren Flur die Überquerung liegt – und Emmering müssen sich nach einem Ersatz umsehen.

Zuletzt fragte Hans Weiß (CSU), ob man in Zukunft als Gemeinde ein Mitspracherecht bei den Maßnahmen der Bahn habe oder ob man wenigstens über die nächsten Schritte informiert werde. Man könne auf ein Planfeststellungsverfahren einwirken oder im Extremfall rechtliche Schritte einleiten, erklärte Schanderl.

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