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Sechs Punkte bereiten Experten und Politikern Kopfzerbrechen.

Emmering

Damit die Straßen noch sicherer werden

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Auf Emmerings Straßen gibt es einige neuralgische Punkte. Experten haben diese vor Ort unter die Lupe genommen. Einiges wurde danach verbessert – anderes liegt noch im Argen.

Emmering – Bei einer Verkehrsschau haben sich Vertreter von Gemeinde und Unterer Verkehrsbehörde sowie der Polizei in Emmering umgeschaut und die Lage bewertet. Zu dieser Begehung hatte die CSU-Fraktion einen Fragenkatalog an die Verwaltung geschickt. Den hat der Ausschuss für Verkehr, Gewerbe und gemeindliche Einrichtungen nun durchgeackert.

1. Amperstraße

Wenn man vom „Emmeringer“ kommt, ist die Kreuzung ein zentraler Knotenpunkt und zu Stoßzeiten stark befahren. Um den Verkehr am fließen zu halten, wurde überlegt, ein zeitlich begrenztes Linksabbiegeverbot von der Amperstraße in die Estinger Straße einzuführen. Die Aufsichtsbehörde glaubt allerdings, das würde Autofahrer verwirren und sei somit eine zusätzliche Verkehrsgefährdung. Einige Gemeinderäte fürchten: Man könne ohnehin nicht überprüfen, ob da nicht doch einer abbiege.

Werner Öl (CSU) meinte, dass Ortskundige die Stelle sowieso umfahren würden. Wenn man schon etwas verbessern wolle, müsse man die Verkehrsführung generell ändern. Bürgermeister Michael Schanderl (FW) erklärte daraufhin, dass man im Augenblick dort nichts ändern will. Der Bereich sei Teil des städtebaulichen Wettbewerbs, mit dessen Ergebnissen erst Ende des Jahres zu rechnen sei. Die Emmeringer Bürger stünden aber auch selbst in der Verantwortung und sollten das Linksabbiegen an der Stelle unterlassen.

Man war sich im Ausschuss einig, dass die sogenannten Eltern-Taxis – also Mütter und Väter, die ihre Kinder zum Sportplatz fahren – doch einen anderen Weg nehmen sollten, wenn die Fahrten überhaupt nötig seien.

2. Buslinie 843

Am Mitterfeldweg, der Lantfrid- und der Hartstraße und wurde das Parken neu geregelt. Bisher galten die Halteverbote nur werktags, doch sie stammen aus der Zeit, als am Wochenende kein Bus fuhr. Jetzt gilt das Verbot die ganze Woche über. Die Schilder wurden ausgetauscht.

3. Verkehrsspiegel

Für die Ecke Gräßel-/ Lantfridstraße fordert ein Anwohner einen Verkehrsspiegel. Begründung: Die Situation an der Kreuzung sei sehr unübersichtlich. Beatrix Obst (FW) bestätigte, dass man von der Gräßelstraße kommend die Vorfahrtsstraße schwer einsehen könne. Die Forderung nach dem Spiegel sei durchaus berechtigt. Bürgermeister Schanderl relativierte: „Die Sicherheit, die diese Spiegel bieten, ist trügerisch, man kann schwer Entfernungen einschätzen.“ Doch die Gemeindeverwaltung wird sich die Situation nun noch einmal anschauen.

4. Gasserl

An der Amperstraße, Höhe „Gasserl“, ist fraglich, ob Fahrradfahrer den Gehweg mitbenutzen dürfen. Die CSU-Fraktion ist dafür. Es würde der Sicherheit dienen und sei ohnehin schon gängige Praxis. Rathauschef Schanderl hält die Stelle aber für zu eng für eine gemeinsame Nutzung. Zudem würden rücksichtslosere Fahrradfahrer so ermutigt, den Gehweg zu benutzen. Aber auch hier wird die Gemeinde noch einmal nachprüfen.

5. Alte Schule

Für Ärger sorgen regelmäßig die Parkbuchten vor der „Alten Schule“: Hier stören besonders langfristig abgestellte und zu hohe Fahrzeuge, die die Sicht in die Straße erschweren. Die Verwaltung überlegt nun, ob eine Begrenzung der Parkdauer Abhilfe schaffen könnte. Möglich wäre eine Begrenzung auf zwei Stunden – und Parkscheiben-Pflicht.

6. Kapellenweg

An der Ecke Kapellenweg/Brucker Straße dürfen Radfahrer neuerdings den Gehweg benutzen. So müssen sie nicht mehr extra die Fahrbahn queren, um später in die Tonwerkstraße einzufahren. Die nötigen Schilder dafür müssen teilweise noch angebracht werden.

Über eine weitere Stelle wurde bereits Ende vergangenen Jahres diskutiert.

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