+
Geografie-Studentin Melanie Wiesmann (M.) präsentierte die Ergebnisse ihrer Masterarbeit dem Bauausschuss. Mit dabei vom Landratsamt: Sigrid Heiß (l.) und Lisa Ayernschmalz. 

Masterarbeit

Jede Menge ungenutzter Wohnraum in Emmering

  • schließen

 Für Geografie-Studentin Melanie Wiesmann ist es bereits die zweite Station. Nachdem sie schon in Kottgeisering war, stellte sie jetzt die Ergebnisse ihrer Masterarbeit „Förderung der Innenentwicklung“ auch dem Bauausschuss in Emmering vor.

Emmering – In beiden Gemeinden untersuchte sie, mit Unterstützung des Landratsamts, wie man Baulücken und Leerstände bekämpfen kann.

Bei einer Ortsbegehung mit Bürgermeister Michael Schanderl (Freie Wähler/FW) wurde festgestellt, dass es in Emmering elf leer stehende Gebäude gibt, davon ein Gewerbeleerstand, und 34 Baulücken. Die meisten Leerstände finden sich im Ortskern, also um die Hauptstraße. Wohingegen ein Großteil der unbebauten Grundstücke am Ortsrand liegt. Insgesamt geht Melanie Wiesmann in einer vorsichtigen Schätzung von einer verfügbaren Wohnfläche von etwa 5400 Quadratmetern aus.

In einem zweiten Schritt schrieb sie die Eigentümer der Grundstücke an und schickte ihnen einen Fragebogen. Sie sollten erklären, warum sie ihr Grundstück noch nicht bebaut oder vermietet haben. Der am häufigsten genannte Grund war, dass die Eigentümer noch abwarten, bis Eigenbedarf besteht oder sie es an Angehörige vererben können. Zu einem Verkauf bereit waren die wenigsten Befragten. Vor allem würden sie es nicht an die Gemeinde verkaufen wollen.

Als Fazit schlug Melanie Wiesmann vor, dass die Gemeinde aktiv auf die Eigentümer zugehen und auch mit Förderungen zu einer Bebauung anregen soll. „Möglich wäre auch eine interkommunale Börse, auf der Grundstücke landkreisweit angeboten werden können.“

In der anschließenden Diskussion warf Karl Ring (SPD) ein, dass eine finanzielle Bauförderung nicht mehr zeitgemäß sei und daher keine Option. Bürgermeister Schanderl bestätigte das: „Finanzielle Hilfe können wir für Bauvorhaben nicht zur Verfügung stellen, das kann höchstens der Staat im Rahmen eines Förderprogramms.“

Ottmar Altbauer (FW) schlug hingegen vor, dass die Gemeinde Bauvorhaben anderweitig unterstützt. „Man könnte beispielsweise die Richtwerte für Giebelbreiten lockerer auslegen.“ 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Die Germeringer Stadthalle lässt es im Jahr 2019 krachen
Zufrieden blickt Stadthallen-Leiterin Medea Schmitt auf das Kulturjahr 2018 zurück. Doch auch für das erste Halbjahr 2019 haben die Verantwortlichen wieder ein …
Die Germeringer Stadthalle lässt es im Jahr 2019 krachen
Josef musste lange um Liselotte werben – es hat sich gelohnt
60 Jahre Ehe, das ist keine Kleinigkeit. Lieselotte (83) und Josef (81) Saxinger konnten jetzt dieses seltene Jubiläum der Diamantenen Hochzeit feiern.
Josef musste lange um Liselotte werben – es hat sich gelohnt
Skatepark an der Brucker Feuerwache wird aufgemöbelt
Bei geübten Skateboardfahrern ist der Skatepark an der Feuerwache beliebt. Doch für Anfänger und jüngere Kinder ist er kaum geeignet. Nach Unfällen und Elternbeschwerden …
Skatepark an der Brucker Feuerwache wird aufgemöbelt
Posse um Markierung auf Maisachs neuer Umfahrung
Bis zu 20 000 Euro mehr muss die Gemeinde investieren, damit die Südumfahrung für den Verkehr freigegeben werden kann. Problem sind die Markierungen auf der Straße, die …
Posse um Markierung auf Maisachs neuer Umfahrung

Kommentare