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Bericht über Versorgung 

Durchschnitts-Emmeringer verbraucht am Tag 125 Liter Wasser

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Die Gemeinde Emmering hat 2016 350 Millionen Liter Wasser verbraucht. Für die Toilette, Duschen oder Waschen braucht jeder Emmeringer rund 125 Liter täglich.

Emmering– Die Wasserversorgung der Ampergemeinde stand im Mittelpunkt der Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses. Erich Eggerstorfer von der Energie Südbayern berichtete: 2016 lag der Gesamtverbrauch der Gemeinde bei 350 000 Kubikmetern. Das sind 350 Millionen Liter. 2015 waren es 360 000 Kubikmeter. „Diese Schwankungen sind normal“, erklärte Eggerstorfer, „da der Verbrauch immer abhängig vom Wetter ist.“

Die beiden Brunnen, die Emmering mit Frischwasser versorgen, funktionieren einwandfrei. 2000 Kubikmeter Wasser sind jeden Tag im Speicher vorhanden, das entspricht etwa einem Zwei-Tages-Vorrat. Wobei die Pumpen täglich zwischen acht und elf Stunden laufen und zusammen pro Sekunde 50 Liter Wasser fördern. Die Wasserqualität ist sehr gut. Die Nitratbelastung des Grundwassers ist für Emmering ebenfalls kein Problem. „Wir haben es hier mit sogenanntem Tertiärwasser zu tun. Das heißt, es ist über 100 Jahre alt und so frei von Pflanzenschutzmitteln oder Nitratverunreinigungen“, erklärte Eggerstorfer. Außerdem sei das Wasser mit einem Härtegrad von 6,7 als weich einzustufen.

Aus Emmeringer Brunnen wurden elf Kubikmeter Schlamm entfernt

Um diese Zahlen in Relation zu setzen, verglich er sie mit dem Bundesdurchschnitt. Ein Deutscher verbraucht im Schnitt 123 Liter am Tag, der Durchschnitts-Emmeringer 125 Liter. Wofür diese Menge an Wasser verbraucht wird, erklärte Eggerstorfer ebenfalls: 36 Prozent für Baden und Duschen, 27 Prozent für die Toilette, zwölf Prozent für Wäschewaschen und jeweils sechs Prozent für Geschirr spülen und Garten- beziehungsweise Autopflege.

Lediglich vier Prozent dienen Essen und Trinken, sagte Eggerstorfer: „Das sollte man sich mal vor Augen halten, wie viel wir tatsächlich vom Frischwasser zum Trinken verwenden. Alles andere könnte man mit einem nicht so reinen Wasser auch machen.“

In einem Brunnen musste zuletzt eine 30 Jahre alte Pumpe ersetzt werden, dabei wurde mit einer Kamera der Zustand überprüft. „In den 30 Jahren hat sich einiges an Dreck angesammelt. Um diesen zu entfernen, haben wir uns für ein Impulsverfahren entschieden“, so Eggerstorfer. Das bedeutet, dass ohne Chemie und nur mit sehr schnell rotierenden Wasserdüsen der Brunnen gereinigt wird. So wurden elf Kubikmeter Schlamm, 625 Liter Sand und 475 Kubikmeter schmutziges Wasser entfernt.

Auch über das Wasserrohrnetz von Emmering wurde gesprochen. Bürgermeister Michael Schanderl (FW) informierte, dass seit zehn Jahren neue, langhaltende Rohre verlegt werden. „Im Schnitt werden zwei Prozent des Rohrnetzes im Jahr ausgetauscht. So müsste innerhalb von 50 Jahren das Netz einmal ausgewechselt worden sein“, erklärte Eggerstorfer. Die vergangenen milden Winter halfen ebenfalls, die Rohre in gutem Zustand zu halten. Es gab weniger Rohrbrüche.

von Tom Eldersch

Rubriklistenbild: © dpa

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