Sarah Kumeth Emmerings Jugendreferentin beantragte, die Feríenbetreuung zu subventionieren.
+
Sarah Kumeth Emmerings Jugendreferentin beantragte, die Feríenbetreuung zu subventionieren.

Angebot wird subventioniert

Kaum Nachfrage bei Ferienbetreuung: Emmering bessert nach

  • Lisa Fischer
    vonLisa Fischer
    schließen

Emmering – Die kurzfristig organisierte Ferienbetreuung der Gemeinde im vergangenen Jahr wurde kaum angenommen. Bürger klagten, dass die Kosten für einen Betreuungstag mit 40 Euro zu hoch seien (wir berichteten). Heuer will man alles anders machen. Im Hauptausschuss wurde deshalb die Subventionierung einer Ferienbetreuung einstimmig beschlossen.

Und das lässt sich die Gemeinde etwas kosten. 10 000 Euro wurden für die Ferienbetreuung im Haushalt eingeplant. Die Grünen-Fraktion forderte sogar das Doppelte. Der Hauptausschuss hatte das aber mit 9:2 Stimmen abgelehnt.

Jugendreferentin Sarah Kumeth (CSU) hatte die Diskussion mit ihrem Antrag ins Rollen gebracht. „Gerade jetzt werden Eltern vor große Herausforderungen gestellt“, sagte sie mit Blick auf die Corona-Pandemie. Mit der Finanzierung hofft sie, dass ein attraktives Angebot geschaffen werden kann, das sich die Eltern leisten können. Ganz gratis würde es nicht sein können, aber einige Kosten würde die Gemeinde tragen.

Kritik kam von Michael Schanderl (FW). Er betonte, dass man sich mit der Subventionierung einer Ferienbetreuung im Bereich der „freiwilligen Leistungen“ bewege. Der Schwerpunkt liege zurzeit jedoch auf einem „Sparhaushalt“. „Wie stellen Sie sich die Subventionierung vor? Wird das Essen kostenlos sein?“, hakte er bei Kumeth nach. Diese betonte, dass man sich hier an Organisationsmodellen anderer Gemeinden orientieren werde. Zu den Kosten, die die Eltern tragen müssten, könne sie noch nichts sagen.

Bürgermeister Stefan Floerecke (CSU) nannte jedoch eine Zahl: „Vielleicht können wir über die Subventionierung einen Betrag von zehn Euro pro Betreuungstag erreichen.“ Mit Blick auf die Ferienbetreuung 2020 ergänzte Floerecke, dass das Ganze sich natürlich rentieren müsse und eine Mindestbuchungsanzahl vielleicht angebracht wäre. Zunächst müsse erst einmal ein Konzept erarbeitet werden.

Auch für Eltern aus einkommensschwachen Familien würde man eine Lösung finden, erklärte der Rathauschef auf Nachfrage von Kathrin Durach (Grüne). Als Beispiel erwähnte er die Dr.-Rieder-Stiftung aus Gröbenzell.

Herbert Groß (Grüne) schlug vor, für die Subventionierung 20 000 Euro vorzusehen. „Sonst kommen wir nicht weit.“ Fraktionskollegin Durach pflichtete ihm bei: „Eine gewisse Anzahl an Fachkräften ist hier schon wichtig.“

Doch Bürgermeister Floerecke sprach sich deutlich gegen die doppelte Summe aus und wies auf den „angespannten Haushalt“ hin. „Ich tendiere dazu, bei 10 000 Euro zu bleiben.“ Dann könne man zunächst einmal sehen, wie das Angebot der Ferienbetreuung angenommen wird, wie es abläuft und welche Zahlen sich ergeben.  

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare