Blick von der Dr.-Rank-Straße in Richtung Gewerbegebiet: In Zukunft werden höhere Gebäude erlaubt sein.
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Blick von der Dr.-Rank-Straße in Richtung Gewerbegebiet: In Zukunft werden höhere Gebäude erlaubt sein.

Gewerbegebiet soll wachsen

Klein-Manhattan am Rand von Emmering?

  • Lisa Fischer
    vonLisa Fischer
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Das Gewerbegebiet südlich der Roggensteiner Straße und östlich der Dr.-Rank-Straße in Emmering wird sich verändern, damit Firmen erweitern können. Ein Grundeigentümer wollte sogar ein 24 Meter hohes Gebäude bauen. Der Gemeinderat stimmte für die Pläne, das Gebäude darf aber maximal 20 Meter hoch sein.

Emmering – Die Gemeinde möchte den Bebauungsplan an „neuere Anforderungen einzelner Betriebe anpassen“. So will ein seit vielen Jahren ansässiger Gewerbetreibender erweitern – er hat eine Teilfläche vom Nachbargrundstück erworben. Mit dem Um- und Neubau sollen zukünftig höhere Gebäude entstehen, als es der Bebauungsplan bisher vorgesehen hatte. Also hatte das Unternehmen einen Antrag auf Änderung des Bebauungsplans gestellt.

Jüngst beschloss der Bau-, Planungs-, Umwelt- und Verkehrsausschuss, die Höhe der neuen Gebäude auf 20 Meter zu beschränken. Zum Vergleich: Bisher war eine Wand- und Firsthöhe von maximal 14 Metern festgesetzt.

Der Beschluss des Aussschusses wurde anschließend dem Gemeinderat vorgelegt. Dort fügte man den Zusatz „im engeren Umgriff“ hinzu. „Der Bebauungsplan muss gleichberechtigt sein“, erläutert Bauamtsleiter Markus Pree die Hintergründe. Nicht nur der Antragssteller, sondern auch die Besitzer angrenzender Grundstücke können somit zukünftig höher bauen. Angst vor einem „kleinen Manhattan“ müsse man aber nicht haben, sagte Bürgermeister Stefan Floerecke (CSU).

„Für Büro- und Produktionsgebäude braucht man eine entsprechende Höhe“, erklärte Bauamtsleiter Markus Pree den Antrag. Mit Blick in die Zukunft sagte er, es gehe dem Antragsteller darum, künftig mit 3D-Drucktechnik zu arbeiten.

Was planungsrechtlich möglich ist und welche Gebäude tatsächlich errichtet werden, werde das weitere Verfahren zeigen, so Pree. Und dann müsse jeweils der Gemeinderat darüber abstimmen. „Bis der Bebauungsplanentwurf da ist, wird es noch Monate dauern.“

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