Ortstermin am neuen Emmeringer Rathausvorplatz

Lob fürs Bacherl – aber es gibt auch Kritik

Über den neuen Rathausvorplatz in Emmering ist viel diskutiert worden. Jetzt ist er fertig – und die Bürger hatten Gelegenheit, mit dem Planer und mit Bürgermeister Michael Schanderl darüber zu reden. Es gab Lob, aber auch einige Kritik.

EmmeringEine Handvoll Bürger, einige Gemeinderatsmitglieder und Mitarbeiter des Rathauses hatten sich am Samstagvormittag auf dem neugestalteten Platz versammelt. Die Diskussion war recht angeregt, denn die Umgestaltung und die Kosten dafür in Höhe von 630 000 Euro gefielen nicht allen.

Bernhard Homm kam zufällig mit dem Fahrrad vorbei. Er blieb interessiert stehen und lauschte den Ausführungen des Landschaftsarchitekten Michael Luska. Auf die Frage warum er denn angehalten hatte, antwortete der 56-Jährige: „Man hat schon so viel über die Gestaltung des Platzes gehört. Und die meisten nörgeln ja nur. Jetzt wollte ich selber wissen, was denn eigentlich Sache ist.“

Homm gefällt das neugestaltete Areal und er findet, dass Bürgermeister Schanderl und der zuständige Bauausschuss gute Arbeit geleistet haben. „Die machen sich wenigstens Gedanken, wie man etwas verbessern kann, und mosern nicht nur rum. Man sollte häufiger über Dinge nachdenken, bevor man sie schlecht macht“, ist die Meinung des Emmeringers.

Auch die Kosten der Umgestaltung und der Unterhalt des Bacherls sind für ihn gerechtfertigt: „Hätten sie hier überall Rasen verlegt, hätte der auch gepflegt werden müssen. Das kostet auch Geld. Dann doch lieber so etwas Außergewöhnliches wie das Bacherl.“

Nicht ganz so überzeugt von der Neugestaltung ist Karl-Heinz Drenckberg. Er denkt, der Aufwand war übertrieben: „Es war notwendig, dass etwas gemacht wird. Aber dass sie so viel mit Granit zugepflastert haben, gefällt mir nicht. Ich hätte es lieber gesehen, wenn sie mehr bepflanzt hätten.“ Die Aussage Schanderls, dass der Platz für Feiern und Veranstaltungen genutzt werden könnte, hält er für fragwürdig. „Da hätte die Hälfte gereicht – den Rest hätte man natürlich machen können.“ Er kritisiert zudem Betriebs- und Instandhaltungskosten fürs Bacherl. (tel)

Auf ihrem vormittäglichen Spaziergang stießen Hartmann Pramstaller und seine Familie zufällig auf die Veranstaltung. Während sich die vier Kinder am Bacherl die Zeit vertrieben, sagte der Familienvater seine Meinung: „Ich finde, dass der Platz sehr schön geworden ist. Das Bacherl ist super für die Kinder. Es verbessert das Stadtbild erheblich.“ Auf die Frage, ob es genug Grünflächen gibt und ob der kleine Wasserlauf eine Gefahrenstelle darstellt, antwortete er: „Das Bacherl ist doch in der Nacht beleuchtet, der Radweg weit weg. Absaufen kann hier kein Mensch. Außerdem haben sie eine gute Mischung aus Wasser, Natur und Stein gefunden.“

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