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Grausiger Unfall am Marienplatz: Mann (24) will noch schnell in anfahrende S-Bahn und verletzt sich schwer 

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Von: Kathrin Böhmer

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Am Bahnsteig am Marienplatz hat sich am Samstag ein schwerer Unfall ereignet.
Am Bahnsteig am Marienplatz hat sich am Samstag ein schwerer Unfall ereignet. © Bundespolizei München

Seine Eile wurde ihm zum Verhängnis: Ein junger Emmeringer (24) wollte am Marienplatz in die S-Bahn einsteigen, die bereits anfuhr, und wurde dabei schwer verletzt.

Emmering/München – Ein 24-Jähriger, der am Samstagabend am S-Bahnhaltepunkt Marienplatz trotz bereits geschlossener Türen und abgefertigter S-Bahn noch in diese gelangen wollte, wurde vom anfahrenden Zug verletzt. Nach einem Notruf wurde die Bundespolizei gegen 20.30 Uhr über einen Unfall am S-Bahnhaltepunkt Marienplatz informiert. Die Beamten entdeckten am Bahnsteig einen bewusstlosen jungen Mann.

Der Mann hatte erhebliche Verletzungen an den Beinen und wurde bereits von Rettungsdienst und Notarzt versorgt. Wie es überhaupt zu dem Unfall kommen konnte, klärten Augenzeugen und die Überwachungskamera: Der 24-jährige Emmeringer wollte die Tür der S-Bahn öffnen, obwohl diese bereits verriegelt war und der Zug sich bereits in Bewegung gesetzt hatte. 

Lesen Sie auch: Am Freitag (18. September 2020) ist es am S-Bahnhof Ottobrunn bei München zu einem tragischen Unfall gekommen. Dabei wurde ein 15-jähriger Junge von der S-Bahn tödlich verletzt. Seine Freunde mussten alles mit ansehen.

S-Bahn-Unfall am Marienplatz: Ein Otterfinger zog ihn weg und verhinderte so Schlimmeres

Beim Anfahren der S-Bahn rutschte der junge Mann mit den Beinen bis zum Knie zwischen S-Bahn und Bahnsteig. Die S-Bahn fuhr sofort los, da der Fahrer von dem Vorfall nichts bemerkte. 

Nach ersten Ermittlungen der Bundespolizei hatte der Triebfahrzeugführer den Zug mittels Sichtprüfung ordnungsgemäß abgefertigt. Noch bevor die S-Bahn vollständig ausgefahren war, zog ein 29-Jähriger aus Otterfing (Landkreis Miesbach) den Verunfallten aus dem Gefahrenbereich. 

Lesen Sie auch: In der Nähe des S-Bahnhofs Schöngeising haben Zugpassagiere beim Blick aus dem Fenster eine grausige Entdeckung gemacht. In der Nähe der Gleise bei Fürstenfeldbruck lag eine Leiche. Der Mann wurde offenbar von einem Zug erfasst und ist bereits identifiziert.

Eine 34-Jährige aus Pasing verständigte den Notarzt und kümmerte sich mit dem 29-Jährigen und drei Begleiterinnen um den Verletzten. Da die Rettungsmaßnahmen durch starken Reisendenverkehr erheblich behindert wurden, musste die Stammstrecke kurzzeitig gesperrt werden. Es kam zu geringen Verspätungen im samstagabendlichen S-Bahnverkehr.

Lesen Sie auch: Ein Mann aus Freising wollte am Montagabend die Gleise am S-Bahnhof Oberschleißheim überqueren. Dabei übersah der 40-Jährige einen nahenden Regionalexpress. Er starb.

Die Bundespolizei hat Ermittlungen nach dem Vorfall am Marienplatz eingeleitet

Der Emmeringer zog sich nach ersten ärztlichen Informationen einen Oberschenkelbruch zu und wird operiert werden müssen. Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr eingeleitet. Die Münchener Bundespolizei warnt aus Anlass des Unfalls, abgefertigte S-Bahnen und bereits verriegelte Türen noch öffnen zu wollen. Nur wenn an den Türen das grüne Signal blinkt, können die Türen noch geöffnet werden.

Zu einer weiteren Tragödie kam es in München, als eine Frau an der U-Bahn-Haltestelle Ostbahnhof stürzte. Sie hatte einen unglücklichen Zusammenprall mit einem Mann. Sie verstarb an den Folgen dieses Unfalls.

In Oberfranken ist es am frühen Dienstagnachmittag zu einem Unfall gekommen. Wie die Polizei berichtet, ist ein Zug in ein Auto gekracht. Rettungsarbeiten laufen.

Aktuelle Meldungen finden Sie auch in unserem Blaulichtticker aus der Region Fürstenfeldbruck.

Am Ostbahnhof hat ein Mann unterdessen einen Kinderwagen aus dem Gleis gezogen - doch der Fall nahm eine überraschende Wende. Bei einem schrecklichen Unfall in Niedersachsen kam ein 20-jähriger Mann nahe Bremen im brennenden VW ums Leben, wie nordbuzz.de* berichtet.

Nachdem in Frankfurt eine Mutter und ihr Kind vor einen ICE gestoßen wurden, soll die Sicherheit an deutschen Bahnhöfen verbessert werden. So ist die Lage in München.

*nordbuzz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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