Nach Unfall: FDP fordert Einbahnregelung

Emmering – Mitte Oktober ist ein Achtjähriger auf dem Zebrastreifen vor dem Kindergarten Regenbogen von einem Auto angefahren worden. Er brach sich das Bein. Nun fordert die Emmeringer FDP den Umbau des Areals. Einbahnstraßen sollen den Bereich für alle Fußgänger sicherer machen.

Der Bub war von einem Autofahrer übersehen und frontal erfasst worden. Der Unfall sprach sich in Emmering schnell herum und sorgte für Verunsicherung bei allen Eltern. Daher wandte sich die Elternbeiratvorsitzende der Mittelschule wenige Tage später an die Öffentlichkeit und warb um mehr Schulweghelfer.

Doch das allein reicht nicht, findet Robert Bauer, Ortschef der FDP und Gemeinderatsmitglied. Denn der Zebrastreifen werde ja nicht nur von Schülern morgens und mittags, sondern den ganzen Tag über von vielen Fußgängern benutzt. Daher beantragt die FDP, den gesamten Straßenbereich rund um die bebaute Insel umzugestalten.

Kernpunkt des Vorschlags sind zwei Einbahnstraßen. Die erste soll von der Amperstraße Ecke Kindergarten nach Süden bis zur Abzweigung Brucker Straße/Kirchplatz führen. Da es dann nur noch eine Fahrtrichtung in diesem Bereich gibt, so Bauer, solle eine Spur den Rechts-, die andere Spur den Linksabbiegern dienen.

Die zweite Einbahnstraße stellt sich die FDP vom Kirchplatz/Kriegerdenkmal die Amperstraße nach Westen entlang bis zur Abbiegung nach dem Kindergarten vor. Hier soll die südliche Spur am Kindergarten zu einem gesicherten Bereich werden – nach Vorstellung der Antragsteller sogar baulich abgetrennt. Bauer erklärt das so: „Dieser geschützte Bereich kann als Haltemöglichkeit zum Ein- und Aussteigen der Kindergartenkinder genutzt werden.“

Damit der Umbau so schnell wie möglich angegangen werden kann, bietet sich laut FDP ein Probebetrieb an, etwa ein halbes Jahr lang. Es könne ein Pilotprojekt mit dem ADAC gestartet werden. Bis es soweit ist, möge die Gemeindeverwaltung auf beiden Seiten des Zebrastreifens eine Warnblinkanlage installieren lassen. Zusätzlich müsse die geltende Beschränkung auf Tempo 30 deutlicher gemacht werden, etwa durch eine Markierung auf dem Boden.

Für den Umbau des gesamten Bereichs sprechen laut FDP viele Gründe. Beim Überqueren des Zebrastreifens drohe dann nur noch von einer Seite „Gefahr“, vor dem Kindergarten sei durch die Einbahnstraße Platz für einen geschützten Bereich. Damit werde das Areal sicherer für Kindergartenkinder. Durch die bauliche Verengung werde zusätzlich zum langsamen Fahren angeregt. Das seien die Vorteile für Fußgänger.

Aber auch für Autofahrer gebe es Verbesserungen, meint die FDP. Wenn niemand mehr von der Brucker Straße kommend am Nord-West-Eck des Kindergartens in die Amperstraße abbiegen dürfe, gebe es eine Gefahrenstelle weniger. Denn wegen vor dem Kindergarten parkenden Autos sei der Verkehr dort schwer einsehbar. Insgesamt reduziere sich die Anzahl der Kreuzungen auf zwei. (zag)

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