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Rektorin Eva-Maria Gruber

Emmering

Neue Rektorin will Mittelschule stärken

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Eva-Maria Gruber ist die neue Rektorin der Grund- und Mittelschule in Emmering. Die 49-Jährige will die individuelle Betreuung der Schüler weiter ausbauen, das Thema Digitalisierung angehen und vor allem die Mittelschule stärken.

Emmering – Im Herzen ist Eva-Maria Gruber eine Schulleiterin. „Die Arbeit mit einem Kollegium, das Mitgestalten eines lebendigen Schullebens und der enge Kontakt zu Kindern und Jugendlichen – das alles mag ich sehr“, sagt sie. Trotzdem war die 49-Jährige in den vergangenen sechs Jahren in der Lehrerausbildung tätig. Sie hat als Seminarleiterin angehende Mittelschullehrer begleitet, sie in Didaktik, Methodik, Pädagogik, Psychologie, Elternarbeit und Schulrecht fit gemacht.

Schon mal Rektorin gewesen

Aber die Kinder und Jugendlichen haben ihr immer gefehlt. „Darum freue ich mich jetzt sehr, dass ich zurück in die Schulleitung gehen darf. Mein Herz hat mich zurückgesteuert.“

Zurück deshalb, weil Eva-Maria Gruber schon einmal Rektorin war: vier Jahre lang an einer großen Mittelschule in Geretsried (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen). Dort hatte sie schon zu Beginn ihrer Karriere unterrichtet, bevor sie zwischenzeitlich in München als Lehrerin und Konrektorin arbeitete.

„Die eigene Schule“

„Ich bin viel herumgekommen in Schulen, besonders zum Schluss als Seminarleiterin in München und dann im Landkreis“, sagt sie. Daher sei sie so glücklich, wieder eine „eigene Schule“ zu haben. Das Kollegium in Emmering kennt sie schon, das Haus auch. „Deshalb weiß ich, dass es eine tolle Aufgabe ist, diese eher kleine Schule zu leiten.“

Eva-Maria Gruber hat Mittelschullehramt studiert, darf aber zugleich Rektorin einer Grundschule sein. Das Besondere einer Volksschule ist für sie: „Es gibt Kleine und Große und ein Tutorensystem, bei dem sich Ältere um Jüngere kümmern.“ Am 10. September steht ihr dann eine Premiere mit den Kleinen bevor: „Die Einschulung – das habe ich noch nie gemacht.“ Samt der ABC-Schützen wird sie 260 Grundschüler begrüßen.

Auf der Kippe

Eva-Maria Gruber wird aber verstärkt auch auf die Mittelschule schauen. Denn wegen der geringen Schülerzahlen – etwa 110 Jugendliche sind es ab Herbst – steht diese immer mal wieder auf der Kippe. Nach der Rettung vor ein paar Jahren – Klassen sollten nach Fürstenfeldbruck verlegt werden –, fällt im kommenden Schuljahr die siebte Klasse weg. Ein paar Jugendliche wechselten auf die Realschule oder in die M-Klasse, die es nur in Fürstenfeldbruck-Nord gibt. „Dann zieht noch jemand weg“, so Gruber, „und schon sind es zu wenige Schüler.“ In Emmering ist das nichts Neues: Im zu Ende gehenden Schuljahr gab es keine neunte Klasse.

Fünfte Klasse relativ groß

Die neue Rektorin weiß um die Gefahr der kleinen Mittelschule, ist aber optimistisch: Die im Herbst startende fünfte Klasse ist relativ groß. Eva-Maria Gruber will künftig vor allem in Fürstenfeldbruck für ihre Mittelschule werben: „Bei uns in Emmering ist es schön heimelig, wir können die Schüler ganz individuell betreuen und fördern.“

Die Jugendlichen bräuchten Motivation. Deshalb erzählt Eva-Maria Gruber gerne, dass sie über den zweiten Bildungsweg zum Lehrerberuf gekommen ist – zuvor arbeitete sie als Arzthelferin. Um die jungen Menschen in der Arbeitswelt unterzubringen, strebt sie Kooperationen mit örtlichen Firmen an. Zudem soll ein Schwerpunkt auf Digitalisierung gesetzt werden.

Alle wollen die Schule halten

Die neue Rektorin hat schon viele Gespräche über ihre neue Wirkungsstätte geführt. Sie weiß: „Alle stehen voll hinter dieser Schule. Alle wollen sie am Ort halten.“

Aufgewachsen ist Eva-Maria Gruber in Germering in einer theateraffinen Familie: Vater Willi Hörmann ist ein Urgestein des Rossstall-Theaters, zwei seiner drei Töchter stehen in ihrer Freizeit auf der Bühne. Eva-Maria Gruber gehört derzeit zum Ensemble des Theater 5 in Bruck. Sie wohnt mit ihrem Mann seit etwa zwei Jahren in der Kreisstadt, genießt dort das Kulturleben, liest viel und entspannt an der Amper.

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