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Landschaftsarchitekt Jochen Rümpelein aus Freising stellt seinen siegreichen Entwurf vor.

Emmering

Neuer Platz vor Bürgerhaus und Amperhalle

Der Vorplatz von Bürgerhaus und Amperhalle in Emmering soll in neuem Glanz erstrahlen. Jetzt steht der Sieger eines Realisierungswettbewerbes fest. Damit ist klar, was dort umgestaltet wird.

Emmering – Ein attraktiver und leicht erreichbarer Treffpunkt für die Gemeinde: Das soll der neuen Vorplatz werden. Das war die Vorgabe für die Architekturbüros, die an einem Realisierungswettbewerb der Gemeinde teilnahmen. Der mit 10 500 Euro dotierte erste Platz ging an das Freisinger Büro „ver.de“.

„Wir wollten eine Beziehung hin zum gesamten Ort erreichen“, fasste Landschaftsarchitekt Jochen Rümpelein die Grundidee seines Plans zusammen. Man habe den Grüncharakter der Umgebung berücksichtigt. Diese ruhige Stimmung habe man durch eine einheitliche Pflasterung unterstützen wollen. Wegen der nahen Amper habe man Wasserelementen keinen Vorrang eingeräumt. Dies war aber vom Preisgericht kritisiert worden.

Der Siegerentwurf sieht vor, die Bushaltestelle auf die Höhe von Bürgerhaus und Amperhalle zu verlegen. Überzeugt hatte das Preisgericht auch, dass der „Kirchplatz“ zwar als eigener Bereich erkennbar ist. „Er fügt sich aber gut in das Gesamtgefüge ein“, sagte der Münchner Landschaftsarchitekt Peter Wich, der als Vorsitzender des Preisgerichts amtiert hatte. Der Jury gehörten auch Schanderl und einige Gemeinderatsmitglieder an.

In den vergangenen rund 30 Jahren hat sich nicht viel geändert an dem Platz. Der neue Treffpunkt wird insgesamt wesentlich grüner. Eine Zierkirschenallee wird ergänzt. Zudem sind mehrere große Bäume vorgesehen, eine Boulebahn könnte integriert werden. Der Durchgang zwischen Bürgerhaus und Amperhalle soll geöffnet, zudem der dann multifunktionale Platz auf der Ostseite erweitert werden. Ziel des Entwurfs ist es, so viel Autoverkehr wie möglich von dem Platz fern zu halten, etwa durch die Verlagerung von Parkplätzen.

Die Nord-Süd-Wegeverbindung soll über den Lauscherwörth Richtung Ampersteg fortgesetzt werden. „Insgesamt ist die Wirtschaftlichkeit bei Herstellung, Unterhalt und Nachhaltigkeit gegeben“, so das Preisgericht.

Laut Wich hatten die acht eingereichten Entwürfe fast ausnahmslos gute Qualität. „Nur eine Arbeit hatte gravierende Mängel“, sagte der Juryvorsitzende, der den Wettbewerb als gute Herangehensweise an das Gesamtprojekt bezeichnete. Dem stimmte Bürgermeister Michael Schanderl (FW) zu: „So ein Wettbewerb war aber für uns Neuland.“ Die Bewertung der zunächst anonymisierten Entwürfe sei eine neue Erfahrung gewesen. Ungewohnt war, nicht persönlich Kontakt zu den Planern zu haben. Das geschieht dann demnächst im Gemeinderat, wenn der Architekt dort seinen Entwurf vorstellt und über Details gesprochen wird.

Schanderl schätzt, dass die Umsetzung rund eine Million Euro kostet. Bis zu 60 Prozent können bezuschusst werden. Dafür wiederum war der Wettbewerb seitens der Regierung von Oberbayern zur Auflage gemacht worden.

Etwa in einem Jahr soll die Neugestaltung baulich abgeschlossen sein. „Das ist ein sportliches Ziel“, meinte Schanderl. Er habe aber die Emmeringer Weihnacht im Blick, die dann auf dem neuen Platz stattfinden solle. Falls dann der Umbau noch nicht abgeschlossen ist, könnte man auf den Parkplatz zwischen Rathaus und Sportplatz ausweichen. Doch dort wäre der Umfang der Veranstaltung beschränkt.

Der Siegerentwurf

sowie die Entwürfe des zweit- und drittplatzierten Architekturbüros sind bis 11. Januar im Sitzungssaal des Rathauses zu sehen.

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