Nach dem Abriss ist vor den Bauarbeiten: Die Fläche ist nun frei für das neue Feuerwehrhaus an der Amper. 
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Nach dem Abriss ist vor den Bauarbeiten: Die Fläche ist nun frei für das neue Feuerwehrhaus an der Amper. 

Aus dem Bauausschuss

Neues Feuerwehrhaus in Emmering: So viel kann gespart werden

  • vonHans Kürzl
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Der Neubau des Feuerwehrhauses in Emmering soll bis 2022 fertig sein. 5,5 Millionen Euro sind dafür eingeplant. Doch das Vorhaben könnte günstiger werden.

Emmering – Planer Ulrich Falke hatte sich Gedanken gemach, wie und wo man Geld bei dem Neubau des Gerätehauses einsparen könnte. Das Ergebnis präsentierte er nun bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses.

Gut 230 000 Euro könnte das Vorhaben weniger kosten, erklärte der Planer. Möglich sei dies unter anderem, weil die Schallschutzmaßnahmen im Gebäude weniger streng auszuführen seien als beim Neubau einer Schule. Zudem könne man die Werkstatt für Atemschutzgeräte in einer abgespeckten Form anlegen. „Die Feuerwehr bleibt dort aber unabhängig“, betonte Falke. Auch ihre Leistungsfähigkeit sei dadurch nicht betroffen.

Bei seinen Ausführungen hatte der Planer auch von Vereinbarungen mit der Feuerwehr gesprochen – bis es dem Kommandanten Robert Klement zu viel wurde: „Es kann nicht davon die Rede sein, dass alles mit der Feuerwehr vereinbart ist“, monierte Klement ruhig, aber energisch.

Nicht alle Wünsche der Feuerwehr sind finanziell umsetzbar

Dass die Wünsche der Feuerwehr und das Finanzbudget der Gemeinde bisweilen nicht deckungsgleich sind, deutete Bürgermeister Stefan Floerecke (CSU) bereits bei der Eröffnung des Tagesordnungspunktes an: „Die Feuerwehr wollte mehr, ich wollte mehr einsparen“, so der Rathauschef. Man habe sich dann etwa in der Mitte getroffen. Floerecke sagte auch, dass die Einsparungen die Funktions- und Leistungsfähigkeit der Feuerwehr in keinerlei Weise einschränken würden.

Der gleichen Meinung waren auch die Ausschussmitglieder. Mit knapper Mehrheit empfahl das Gremium dem Gemeinderat, für die Einsparungen zu stimmen. Der tagt an diesem Mittwoch, 16. Dezember, und wird über die Empfehlung des Ausschusses entscheiden.

Ampel wird für den Neubau verlegt

Im Zuge des Neubaus des Feuerwehrhauses muss auch dessen Umgebung verändert werden. Vor allem mit dem Kreuzungsbereich Amperstraße/Bachwörth befasste sich der Ausschuss. Wichtig war dabei, dass die Rad- und Fußwege berücksichtigt werden. „Das ist eine einmalige Chance, die wir innerhalb des Gesamtkonzeptes haben“ sagte Bürgermeister Stefan Floerecke (CSU).

Sichtbarste Veränderung wird wohl die Verlegung der bestehenden Ampel um zehn Meter in Richtung Amper sein. Dadurch wird es möglich, dass die Feuerwehr eine eigene Ampel bekommen kann. Diese wird dann bei einem Einsatz eingeschaltet. Zudem wird die Sicht auf die Straße bei der Ein- und Ausfahrt auf das Grundstücks verbessert.

Michael Schanderl (FW) erinnerte daran, dass diese Verlegung der Ampel von Anfang an Thema war, nachdem Ende 2017 der Neubau des Gerätehauses beschlossen worden war. Er mahnte noch an, die Fußgänger an dieser Stelle nicht außer Acht zu lassen. Wie Planer Ulrich Falke erklärte, soll relativ viel Fläche versiegelt werden. Zum einen könnten die Fahrzeuge auf einer ebenen Fläche besser fahren. Zum anderen könne man so auch leichter Schnee räumen.

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