Die Ampel an der Amperstraße: Künftig ist dort die Ein- und Ausfahrt der Feuerwehr.
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Die Ampel an der Amperstraße: Künftig ist dort die Ein- und Ausfahrt der Feuerwehr.

Entscheidung gefallen

Neues Gerätehaus: Umstrittene Ampel wird nach Norden verlegt

  • Lisa Fischer
    vonLisa Fischer
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Im Rahmen des Neubaus des Feuerwehrhauses an der Amperstraße in Emmering muss die Ampel verlegt werden. Denn dort, wo sie momentan steht, fahren künftig die Feuerwehrfahrzeuge ein und aus. Doch wo soll die Ampel hin? Nun hat der Bauausschuss eine Lösung gefunden.

Zur Debatte standen zwei Möglichkeiten, die Ampel zu verlegen: entweder ein paar Meter in Richtung Norden, noch auf Höhe des Feuerwehr-Neubaus, oder nach Süden in die Kurve. Wie Bürgermeister Stefan Floerecke (CSU) dem Ausschuss berichtete, hätten Polizei und Untere Straßenverkehrsbehörde erstere Möglichkeit empfohlen. Denn eine Verlegung in den südlichen Bereich, also in die Kurve, würde das Unfallrisiko steigern. „Wenn dort dann Unfälle passieren, können auf die Gemeinde zukünftig Haftungsansprüche zukommen“, warnte Floerecke eindringlich. Er plädierte dafür, die Ampel nach Norden zu verlegen.

Herbert Groß (Grüne) hakte nach, ob es denn auch ein Fahrradweg bei der Umgestaltung des Gehwegs angelegt werde. Floerecke verneinte dies, sagte aber, dass Radfahrer auf diesem Stück frei wären. Michael Schanderl (FW) gab jedoch zu bedenken: „In den seltensten Fällen wird jemand aus dem Bachwörth rechts hoch bis zur Ampel fahren und dann wieder auf der anderen Seite zurück.“ Fahrradfahrer würden folglich auf der Amperstraße fahren, so Schanderl. Das sei ein Risiko.

Schließlich stimmte das Gremium gegen die Stimmen von der CSU gegen eine Verlegung der Ampel nach Norden. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Floerecke appellierte noch einmal an die anderen Fraktionen eindringlich: „Ich weise noch einmal darauf hin, dass bei einem Unfall der Geschädigte die Gemeinde dafür belangen kann.“ Michael Schanderl bemerkte, dass bei einer Abstimmung Drohungen mit Konsequenzen nicht angebracht seien.

Da die Entscheidung solche Konsequenzen mit sich bringen würde, forderte Hans Weiß (CSU) eine erneute Abstimmung, bei der die Namen derer festgehalten werden, die für oder gegen die nördliche Verlegung stimmen. An das Gremium gewandt sagte Weiß: „Wenn die oberste Behörde, also Experten, das so empfehlen, dann mache ich das doch so.“

Letztendlich stimmte der Bauausschuss erneut ab. Und plötzlich sah das Ergebnis anders aus: Nun stimmte auch Herbert Groß (Grüne) für die Verlegung der Ampel nach Norden. So weit waren es 4:3- Stimmen.

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