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Beim Neujahrsempfang der Kreis-Frauenunion (FU) im Emmeringer Bürgerhaus sprach die Europaabgeordnete und Landesvorsitzende der FU, Angelika Niebler (erste Reihe, 4.v.l.), über die bevorstehede Europawahl. 

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Neujahrsempfang: Mehr Frauen und mehr Europa

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Die Rolle der Frau in der heutigen Zeit und die Zukunft Europas standen beim Neujahrsempfang der Kreis-Frauenunion (FU) im Emmeringer Bürgerhaus im Fokus. Naheliegende Themen, war doch die Europaabgeordnete und FU-Landesvorsitzende Angelika Niebler zu Gast.

Emmering – Mit einer etwas provokanten Frage eröffnete die Kreisvorsitzende Katharina Plabst den Neujahrsempfang der Kreis-FU vor gut 80 Gästen: „Sind Organisationen wie die Frauenunion noch zeitgemäß?“ Schließlich habe man im vergangenen Jahr 100 Jahre Frauenwahlrecht gefeiert.

Plabst beantwortete die Frage gleich selbst mit einem Ja: Das zeige der immer noch unter einem Drittel liegende Frauenanteil im Bundes- und Landtag sowie die Aussage des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, der auf die nach wie vor vorhandenen strukturellen Benachteiligungen von Frauen unter anderem bei der Bezahlung hingewiesen hatte. Deshalb appellierte Plabst: „Die CSU braucht als Volkspartei mehr Frauen.“

Zumindest im Brucker Landkreis sieht die Europaabgeordnete Angelika Niebler die Union in diesem Bereich sehr gut aufgestellt: „Hier gibt es sehr viele Frauen in sehr vielen Ämtern“, sagte sie. Verbunden fühlt sie sich aber allen Politikern im Landkreis – weiblich wie männlich. „Alle fühlten und fühlen sich immer dem europäischen Gedanken verpflichtet.“

Um nichts weniger als um die Zukunft dieses Gedankens geht es nach Nieblers Ansicht bei der Europawahl am 26. Mai. In der Gesellschaft werde die Europapolitik als nicht so wichtig wahrgenommen. Für Niebler ein Trugschluss, denn viele Probleme könnten nur in einem gemeinsamen Europa geschultert werden. Dazu zählte sie die Digitalisierung, die Globalisierung und den weltweiten Handel, den Klimaschutz, die Migration sowie den Terror.

„Wir brauchen ein starkes Europa“, sagte Niebler auch mit Blick auf die zahlreichen populistischen Bewegungen in vielen EU-Ländern, die mit dem europäischen Gedanken nichts mehr anfangen können. „Unsere Großeltern haben 70 Jahre lang dafür gekämpft, dass wir in Frieden und Freiheit leben können.“ Das Feld nun denjenigen zu überlassen, die nichts mehr mit Europa am Hut haben, empfinde sie als Verrat an ihren Großeltern.

Die Welt lebe in unruhigen Zeiten. „Wir stehen vor gewaltigen Herausforderungen“, sagte Niebler und führte als Beispiel die Konsequenzen der Digitalisierung auf die Berufswelt oder den Brexit an. „Wir wollen den Briten eine Brücke bauen, aber Europa ist auch kein Supermarkt, aus dem man sich das Beste rauspicken kann“, sagte Niebler. In jedem Fall befürchtet sie durch den Brexit auch Auswirkungen auf die Binnenmärkte, durch die vorhandenen Beziehungen vieler Firmen auf die Insel.

Die CSU sieht sie für die Herausforderungen gut aufgestellt – zumal man mit dem Niederbayern Manfred Weber erstmals einen Spitzenkandidaten der konservativen europäischen Parteienfamilie EVP für die Europawahl stellt. Darin sieht Niebler „eine historische Chance“. Und das müsse man auch den Wählern vermitteln.

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