Der Boxkrimi zwischen den Piccolo-Kollegen Oskar Plasene und Arnis Kukalaj endete mit einem knappen Punktsieg.

Boxen in Bruck

Piccolos holen sechs von 20 Meistertiteln

Da hat der BC Piccolo wieder mal ganze Arbeit geleistet. Sechs der 20 zu vergebenen Titel bei der südbayerischen Jugendmeisterschaft in Emmerings Amperhalle gingen auf das Konto der Box-Schützlinge von Trainer-Legende Wolfgang Schwamberger. Zweimal gab es Silber dazu.

Emmering– Auf Platz zwei der Teamwertung rangierte der TSV 1860 München mit drei Meistern. Von den weiteren 25 Klubs trugen sich elf je einmal in die Siegerliste ein. Doch nicht nur der sportliche, auch der organisatorische Bereich war von den Bruckern bestens abgedeckt.

Drei Finals der U17-Junioren mussten wegen der Vielzahl an Teilnehmern auf den 11. März nach Landshut verlegt werden. Dort könnte auch Marvin Glonner, der mit seinem Halbfinalsieg Silber bereits sicher hat, die Brucker Bilanz weiter aufbessern. Glonner steht am kommenden Sonntag in Landshut dem deutschen Ex-Meister Eduard Miller (Augsburg) gegenüber.

Während für Henog Tesfakiel, Tayfun Akbay und Julian Rosstalnyi schon früh Schluss war, gab es drei Titel für Brucker U17-Junioren. Im Bantamgewicht hatte Ilhan Özmen trotz einjähriger Pause von seinem Handwerk nichts verlernt und siegte gegen Daniel Schütz (Neu-Ulm) nach Punkten mit 5:0-Richterstimmen. Mit dem gleichen Ergebnis holte sich Panos Loules gegen Eddi Ibragimow (Waldkraiburg) Sieg und Meisterschaft.

Gewaltig ist der Aufstieg eines weiteren Piccolo-Talents: 2016 war Arlind Beka bereits deutscher U15-Vizemeister in der Klasse bis 59 Kilo Körpergewicht. Ein Jahr später stieg er mit 72 Kilo in den Ring und wurde Titelträger auf Bundesebene. Nun greift der 15-Jährige im Superschwergewicht bei den U17-Junioren nach den Sternen. Seinen Südbayerntitel gewann er dank seiner Robustheit gegen Michael Berg (Augsburg) einstimmig nach Punkten.

Den spannendsten und härtesten Kampf der Veranstaltung lieferten sich im U19-Halbweltergewicht die beiden Piccolo-Boxer Arnis Kukalaj und Oskar Plasene. Zwei Runden lang wechselten die Vorteile ständig. Plasene griff pausenlos an, doch seine Haken trafen nicht immer korrekt. Konterboxer Kukalaj fand dagegen immer wieder auf der Innenbahn sein Ziel. In der Schlussrunde ließ sich Kukalaj in die Ecke drängen und wurde nach Treffern stehend angezählt. Dies mag den Ausschlag für die Jury gegeben haben, sich mit 3:2 Stimmen für Plasene zu entscheiden. Ein Urteil, über das lange diskutiert wurde.

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