In Emmering

Senivita-Altenheim: Beirat passt auf

 Der Sparkurs des Seniorenheim-Betreibers Senivita hatte im Mai hohe Wellen im Landkreis geschlagen.

Emmering Jetzt konnte Seniorenreferent Christofer Stock (CSU) zumindest für das Haus in seiner Gemeinde Entwarnung geben: Ein Angehörigenbeirat wurde gegründet, berichtete er im Sozial-, Kultur- und Sportausschuss. Dieser soll entstehende Konflikte bereits im Vorfeld erkennen und entschärfen. „Vor allem soll dadurch die Kommunikation zwischen den Angehörigen, den Bewohnern und der Leitung verbessert werden.“

Eigentlich wollte Stock nur turnusgemäß von seiner Arbeit als Seniorenreferent in den vergangenen zwölf Monaten berichten. Doch das brisanteste Thema war natürlich Senivita.

Das private Unternehmen hatte Sparmaßnahmen durchgeführt und Servicepersonal entlassen. Der Umstieg auf eine Cateringfirma lief nicht reibungslos. Die Zustände in den Heimen (neben dem Emmeringer Haus gibt es weitere Einrichtungen in Gernlinden und Maisach) wurden von Angehörigen, Bewohnern und Angestellten kritisiert.

Stock ging in seinem Vortrag im Ausschuss des Gemeinderats nicht auf die Details ein, sprach aber von einer „angespannten Situation“ in den vergangenen Monaten. Dennoch sei es der örtlichen Seniorenvertretung und ihm stets wichtig gewesen, mit „den Verantwortlichen von Senivita im vertrauensvollen Austausch zu bleiben, aber auch unseren Standpunkt mit Nachdruck zu vertreten“. Mehrere Gespräche hätten mit „den leider häufig wechselnden Leitungen“ von Senivita stattgefunden.

Schließlich waren alle Angehörigen und Bewohner zu einer Versammlung geladen worden, um eine Lösung zu finden. Dabei war beschlossen worden, einen Angehörigenbeirat zu gründen. „Der Kontakt mit dem Vorsitzenden dieses Gremiums ist schon aufgenommen“, erzählte Stock.

Den direkten Draht zur Unternehmensleitung will der Seniorenreferent beibehalten. Wie es vor Ort steht, bekomme er regelmäßig bei den einmal im Monat stattfindenden offenen Nachmittagen im Seniorenheim mit. (tel)

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