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So sieht der Platz jetzt aus. Das alte Wasserbecken, die Treppe und der Durchgang zur Halle im Hintergrund sollen verschwinden.

Emmering

So soll der Bürgerhaus-Vorplatz künftig aussehen

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Erst kam die Amperhalle dran, jetzt soll der Bürgerhaus-Vorplatz neu gestaltet werden. Dort soll das neue Zentrum Emmerings entstehen. Doch viel Zeit für den Umbau bleibt nicht.

Emmering – Eine Open-Air-Bühne für Veranstaltungen, ein Wasserspiel mit Fontänen und kleine Naturinseln mit Bäumen und Sitzgelegenheiten: So soll der Vorplatz des Bürgerhauses in Zukunft aussehen. Die Pläne, die das Städtebau- und Landschaftsarchitekturbüro Stadt Raum Planung entworfen hat, wurden in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats einstimmig angenommen. Wenn alles wie geplant läuft, sollen im Frühjahr 2020 die Bauarbeiten beginnen.

Zukünftig soll den Vorplatz eine Bühne am südlichen Rand zieren. Ein ebenerdiges Wasserspiel und begrünte Sitzmöglichkeiten laden zum Verweilen ein.

Alles muss fertig sein, wenn zur Adventszeit im nächsten Jahr die Emmeringer Weihnacht wieder ansteht. Ob das zu machen ist, wollte CSU-Gemeinderat Konrad Füßl wissen. „Wenn man schnell ausschreibt und vielleicht im Januar schon die ersten Angebote eingehen, ist das zu schaffen“, beruhigte Planerin Marina Schneider das Ratsmitglied. Wenn man früh ausschreibe und zeitlich flexibel bleibe, könne man auch auf dem angespannten Baumarkt eine gute Umsetzung hinbekommen, fügte Schneider hinzu.

Günstig wird der erste Bauabschnitt zur Umgestaltung des Vorplatzes aber nicht. Insgesamt wird das Projekt um die 885 000 Euro kosten. Auf Nachfrage des neuen Gemeinderats Fritz Cording (FW) gab Schneider zu, dass bei dem Betrag die Planungskosten von 13 Prozent noch nicht miteingerechnet sind. Auch ein Puffer von zehn Prozent fehlt bei der Kostenaufstellung, stellte Bürgermeister Michael Schanderl (FW) klar. So kommt man auf rund eine Million Euro.

Der Staat beteiligt sich an den Kosten

Die Gemeinde bleibt aber nicht alleine auf den Kosten sitzen. Für die Umbaumaßnahme können Fördermittel im Rahmen der Städtebauförderung beantragt werden. 60 Prozent der förderfähigen Kosten werden so vom Staat übernommen.

In diesem Zusammenhang brachte Umweltreferent Ottmar Altbauer (FW) den Vorschlag ein, Photovoltaikanlagen auf die Dächer des Bürgerhauses oder der Amperhalle zu bauen. So könnten die Pumpen für den Brunnen umweltfreundlich betrieben werden. Auch solche Anlagen seien förderbar, fügte Altbauer hinzu. Die Idee kam beim gesamten Gemeinderat gut an.

Für den Rathauschef ist auch der Abbau des Durchgangs vom Bürgerhaus zur Amperhalle entscheidend. „So verschwindet dann endlich die Hinterhofatmosphäre dort.“ Außerdem entstünde so ein attraktiver Durchgang vom Biergarten zum Vorplatz.

Zum Schluss gab CSU-Rat Hans Weiß den Planern noch auf den Weg, bei der Begrünung auf bienenfreundliche Gewächse zu achten. Schließlich ist die Amperkommune erst in diesem Jahr als bienenfreundliche Gemeinde ausgezeichnet worden.

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