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SPD will „Ego-Shooter Söder“ in zwei Jahren entmachten

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Der neu gewählte SPD-Unterbezirksvorstand: (vorne v.l.) Simon Mendisch, Sonja Scherzinger, Michael Schrodi, Martin Eberl, Philipp Heimerl, (hinten v.l.) Petra Weber, Mirko Pötzsch, Helmut Lindauer, Tina Jäger, Daniel Liebetruth und Lisanne Sauerwald.
Der neu gewählte SPD-Unterbezirksvorstand: (vorne v.l.) Simon Mendisch, Sonja Scherzinger, Michael Schrodi, Martin Eberl, Philipp Heimerl, (hinten v.l.) Petra Weber, Mirko Pötzsch, Helmut Lindauer, Tina Jäger, Daniel Liebetruth und Lisanne Sauerwald. © Metzler

Beim SPD-Unterbezirksparteitag standen am Samstag Neuwahlen auf der Tagesordnung. Als Vorsitzender wurde der Bundestagsabgeordnete Michael Schrodi (Olching) bestätigt. Svenja Bille (Bruck) schied als seine Stellvertreterin aus, dafür wählten die Delegierten Sonja Scherzinger (Gröbenzell).

Emmering – Die SPD habe sehr unruhige Zeiten erlebt, blickte Schrodi auf die zehn Jahre zurück, seit er 2011 erstmals zum Vorsitzenden des SPD-Unterbezirks gewählt worden war. Doch nun habe sich die Partei auf den Weg gemacht, sich wieder zu finden, personell und inhaltlich. „Es herrscht jetzt Geschlossenheit in der Partei, mit dem Ergebnis, dass wir die Bundestagswahl gewonnen haben.“

In zwei Jahren stehen Landtagswahlen in Bayern an. „Lasst uns die CSU, die schon ein schlechtes Ergebnis bei den Bundestagswahlen erreichte, in die Opposition schicken“, rief Schrodi den Genossen zu. „Es ist nicht mehr die Zeit für einen Ego-Shooter wie Markus Söder.“ Söder habe sich charakterlich und politisch als nicht geeignet erwiesen, Bayern zu führen. „Wir wollen in zwei Jahren die CSU, gegebenenfalls auch mit einer Ampellösung, in Bayern ablösen und in die Opposition schicken.“

Die SPD-Ergebnisse im Landkreis seien nicht schönzureden, meinte Schrodi. „Die müssen wir ändern. Wir haben eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Leuten. Wir können auch im Landkreis über 20 Prozent erreichen. Wir sind jetzt schon mit Abstand die zweitstärkste Partei im Landkreis.“

Vor den Neuwahlen hatte sich Bille erklärt: „Ich gönne mir nach zwölf Jahren politischen Engagements eine Pause.“ Sie war seit 2015 Schrodis Stellvertreterin. „Aber es ist kein Abschied für immer, ich bleibe euch erhalten.“ Sie wurde zur Revisorin und als Delegierte für den Landesparteitag gewählt. Ansonsten wurden für die nächsten zwei Jahre als weiterer Stellvertreter Martin Eberl (Eichenau), Mirko Pötzsch (Bruck) als Schatzmeister und Daniel Liebetruth (Germering) als Schriftführer in ihren Ämtern bestätigt. Ergänzt wird der Vorstand durch sechs Beisitzer: Philipp Heimerl (Bruck), Tina Jäger (Bruck), Helmut Lindauer (Germering), Simon Mendisch (Eichenau) und Petra Weber (Puchheim). Für den nicht mehr kandidierenden Christoph Maier (Türkenfeld) wurde Emina Burnic (Gröbenzell) gewählt.

Die Wahl hätte bereits vor einem halben Jahr stattfinden müssen. Nur aufgrund einer Sonderreglung konnte der alte Vorstand im Amt bleiben. Ohne Neuwahlen hätte der Landesverband im Januar die Geschäfte übernommen.

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