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Emmering will kein Geld für ein Gutachten ausgeben.

Schwarzer Peter weiter gereicht

Tempolimit abgelehnt - doch Emmering will nicht für Brucker Gutachten zahlen

  • Thomas Eldersch
    vonThomas Eldersch
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Bereits im Mai hatten die Grünen und die SPD im Emmeringer Gemeinderat eine einheitliche Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Von-Gravenreuth-Straße, die zwischen Bruck und Emmering verläuft, beantragt.

Emmering/Fürstenfeldbruck –  Man einigte sich damals darauf, das Anliegen an die Stadt Fürstenfeldbruck weiterzureichen, denn auf deren Flur liegt der Zubringer zur B 471. Doch die Stadt schob den Schwarzen Peter jetzt wieder zurück nach Emmering – was dort im Bau-, Planungs-, Umwelt- und Verkehrsausschuss nicht gut ankam.

Das Problem an der Von-Gravenreuth-Straße ist nach Ansicht der Grünen und der SPD, dass bei einer fast schon innerörtlichen Straße – an beiden Seiten haben die Kommunen Wohnbebauung – drei oder vier verschiedene Tempovorgaben gelten. Man kann nach Passieren des Fürstenfeldbrucker Ortschilds auf bis zu 80 Stundenkilometer beschleunigen, nur um wenige hundert Meter später wieder runterbremsen zu müssen.

Die beiden Parteien forderten daher eine einheitliche Beschränkung von 60 km/h. „Ich wäre sogar mit durchgängig 70 km/h einverstanden, wenn es wenigstens einheitlich wäre“, sagte Ulrike Saatze für die Fraktion der Grünen.

Hoffnung auf die Brucker Grünen

Die Fürstenfeldbrucker nahmen den Antrag aus Emmering auf und prüften bei einer Verkehrsschau die Situation. Dabei wurde dann eine Änderung der Verkehrsführung abgelehnt – zuvor müsse Emmering für die Straße ein Lärmgutachten erstellen lassen.

Das sah wiederum Emmerings Bürgermeister Stefan Floerecke (CSU) nicht ein. „Warum sollen wir für eine Straße auf Brucker Flur ein Gutachten erstellen?“, fragte er in die Runde. Auch die ursprünglichen Antragssteller waren seiner Meinung. „Wir sehen das gar nicht ein, 3000 Euro für ein Gutachten zu zahlen, nur weil sich Bruck quer stellt“, sagte Saatze. Und SPD-Mann Tomas Kraut fügte hinzu: „Jetzt in Corona-Zeiten Geld für so etwas auszugeben, ist unsinnig.“ Deshalb wurde die Erstellung eines Gutachtens einstimmig abgelehnt.

Nun hoffen die Emmeringer Grünen und die SPD, dass ihre Kollegen im Fürstenfeldbrucker Stadtrat für das Emmeringer Anliegen kämpfen. Schade auch, so Ulrike Saatze, dass die Brucker Grünen zu dieser Verkehrsschau nicht eingeladen worden waren. Für sie ist die Beschilderung an der Von-Grafenreuth-Straße und das Zuständigkeiten-Hickhack darum ein Schildbürgerstreich. 

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