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Die Emmeringer Straßen im Bereich Kirchplatz/Amperstraße.

Verkehrsuntersuchung

Umbau im alten Zentrum von Emmering

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Einbahnstraßen oder Fußgängerzonen – oder sogar beides. Sie könnten künftig den alten Emmeringer Ortskern rund um den Kirchplatz prägen. Das ist das Ergebnis einer Verkehrsuntersuchung.

EmmeringEin „aktives Zentrum“ wünschen sich die Emmeringer Ortspolitiker, weshalb sie sich für das gleichnamige Programm der Städtebauförderung beworben haben. Vor allem der immer dichtere Verkehr rund um den alten Ortskern soll in Bahnen gelenkt werden – auch um einen Gefahrenpunkt vor der Kinderkrippe zu entschärfen.

Sechs Varianten liegen vor

Dem Verkehrsausschuss des Gemeinderats lagen sechs Varianten vor. Alle haben Vor-, aber auch zum Teil erhebliche Nachteile. Das Straßendreieck mit Amperstraße Nord, Amperstraße Süd und der über den Kirchplatz führenden Kreisstraße ist vor allem im Berufsverkehr ein Nadelöhr. Knapp 10 000 Autos – während der Sperrung der Amperbrücke in Fürstenfeldbruck waren es sogar mehr als 15 000 – quälen sich tagtäglich hindurch.

Planer Helmuth Ammerl hat festgestellt, dass einige der dortigen Kreuzungen nicht mehr ausreichend leistungsfähig sind. Die Wartezeiten für Autofahrer beim Abbiegen liegen zum Teil über 45 Sekunden – verkehrsrechtlich nicht mehr zulässig und staufördernd. Ammerl legte Einbahnstraßen-Varianten vor: einmal im Uhrzeigersinn rund um das erwähnte Straßendreieck, einmal gegen den Uhrzeigersinn. Eine dritte sieht nur in den beiden Abschnitten der Amperstraße eine Einbahnregelung vor, die Kreisstraße bleibt in beide Richtungen befahrbar. Zwei weitere Varianten verwandeln entweder den nördlichen oder den südlichen Teil der Aperstraße in einen verkehrsberuhigten Bereich. Und in einer letzten Variante bleibt der Nordabschnitt der Amperstraße in eine Richtung nur für Anlieger befahrbar.

Entlastung hier - Belastung dort

Karl Ring (SPD) fasste zusammen: „Eine Entlastung an einer Stelle ist nur möglich, wenn andere Stellen stärker belastet werden.“ Tatsächlich geht der Planer davon aus, dass bei allen Varianten der Verkehr auf der Kreisstraße zunimmt. Die Abschnitte der Amperstraße können teils entlastet werden. Bei manchen Varianten müssen aber Ampeln aufgestellt werden.

Der Planer empfiehlt, den Fußgängerüberweg an der Amperstraße Nord durch eine Bedarfsampel zu ersetzen. Schanderl hat zudem ins Auge gefasst, die Querungshilfe auf der Kreisstraße durch eine Fußgängerampel zu ersetzen. „Dann könnten die Kinder zur Schule gehen, ohne noch einmal eine Straße überqueren zu müssen.“

Kein Königsweg

Bürgermeister Michael Schanderl (FW) kam zu dem Schluss: „Der Königsweg ist nicht dabei.“ Christofer Stock (CSU) hält nur die Varianten für attraktiv, bei denen die Krippe an der Amperstraße entlastet wird. Stefan Floerecke (CSU) sagte, man müsse den Bereich im Rahmen der Ortsplanung priorisieren: „Das müssen wir in den Fraktionen intensiv besprechen.“ Dort sollen sich die Gemeinderatsmitglieder nun eine Meinung bilden, ob einer der Vorschläge umgesetzt wird – oder nur Kleineres wie die Fußgängerampeln.

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