Nach Verkehrsschau

Unfallstelle: Experten gegen Einbahnstraße

Emmering –Die Verkehrssicherheit an der südlichen Amperstraße in Emmering soll erhöht werden. Das hatten FDP und CSU beantragt. Doch ändern wird sich nicht viel. Es gibt keine Einbahnregelung, nicht einmal ein Blinklicht am Zebrastreifen. Nur eine Tempo-Anzeigetafel ist möglich.

 Die FDP hatte wie berichtet eine Einbahnstraßenregelung und ein Blinklicht am Zebrastreifen beantragt. Hintergrund ist ein Unfall, bei dem ein achtjähriger Bub vor rund einem Monat auf dem Zebrastreifen Höhe Kindergarten von einem Auto erfasst worden war. Robert Bauer hatte angeregt, die Amperstraße im Bereich zwischen dem Kindergarten in Richtung Brucker Straße/ Kirchplatz in eine Einbahnstraße umzuwandeln. Auch vom Kriegerdenkmal bis zur Abbiegung hinter dem Kindergarten sollte die Amperstraße nur in eine Richtung befahrbar sein. Das werde die Sicherheit für Fußgänger erhöhen.

Ob dies aber wirklich der Fall ist, ist laut Rathaus-Geschäftsleiter Markus Pree fraglich. „Wir haben das bei einer Ortsbegehung mit der Unteren Straßenverkehrsbehörde des Landratsamtes und der Verkehrspolizei besprochen“, sagte er. Laut Polizei würden durch eine neue Regelung eventuell neue Probleme entstehen. Zum Beispiel würden Autofahrer in einer Einbahnstraße nicht zwingend langsamer fahren.

Auch Edmund Oswald (CSU) hatte die Idee, am Zebrastreifen an der Amperstraße ein Blinklicht montieren zu lassen. Das sollte die Aufmerksamkeit der Autofahrer auf den Fußgängerüberweg lenken. Doch auch das habe die Verkehrspolizeiinspektion (VPI) abgelehnt, berichtete Pree. Lichter dürften nur an Stellen angebracht werden, die schlecht einsehbar sind. Der Zebrastreifen an der Amperstraße hingegen hat aus Sicht der Polizisten eine gute Lage.

Weiter hatte die CSU vorgeschlagen, links und rechts neben dem Fußgängerüberweg Rüttelbelag auf die Straße aufbringen zu lassen. Da habe das Landratsamt aber ebenfalls abgewinkt. „Das würde eine enorme Lärmbelästigung für die Anwohner bedeuten“, so Pree.

Jetzt ändert sich nur eines: Es wird eine Geschwindigkeits-Anzeigetafel aufgestellt. Sie soll auf beiden Seiten des Zebrastreifens fest installiert werden, erklärte der Rathaus-Geschäftsleiter. Außerdem sei in den nächsten ein bis zwei Monaten eine erneute Begehung geplant. „Dann sollen auch die Ausschussmitglieder und ein Verkehrsplaner mit dabei sein“, sagte Pree auf Tagblatt-Nachfrage.

Zwei Schulweghelfer in ganz Emmering

Laut VPI und Landratsamt würden Schulweghelfer am meisten Sicherheit garantieren. „Leider haben wir aber nur zwei, das sind zu wenige“, sagte Pree. Die Stelle, an der der Bub vom Auto erfasst wurde, könnte etwa nicht gesichert werden. Morgens sind die Helfer etwa zwischen 7 und 8 Uhr und mittags zwischen 12 und 13 Uhr im Einsatz. „Wir würden uns freuen, wenn sich Freiwillige melden“, so Pree. Das Ehrenamt werde auch vergütet. (rm)

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