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Eigentlich läuft das Stüberl gut.

Großes Gastro-Problem

Trotz florierender Geschäfte: Vereinswirt gibt nach wenigen Monaten auf - „Hätte gern weitergemacht“

  • Peter Loder
    VonPeter Loder
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Nach nicht einmal einem halben Jahr wirft der Vereinswirt beim FC Emmering das Handtuch. Cenk Yalincakli (34) gibt auf. Sein Problem teilt er mit vielen Gastro-Kollegen.

Emmering – Es findet sich einfach kein Personal mehr. Schon Ende des Monats will er das Wirtshaus am Hölzl an einen Nachfolger übergeben. Zwei Kandidaten stehen zur Wahl. Erst im März hatte Yalincakli das täglich außer montags geöffnete FCE-Stüberl übernommen. Es war zuvor zwei Monate lang renoviert und verschönert worden, nachdem die 15 Jahre lang dort tätige Langzeit-Wirtin Christa Haid in Rente gegangen war.

Emmering: Vereinswirt hört auf - „Ohne Mitarbeiter arbeitet man sich auf“

Dass er nun schon wieder aufgibt, obwohl sein Pachtvertrag noch zweieinhalb Jahre laufen würde, hat aber auch familiäre Gründe: Der Ex-Fußballer wird in wenigen Tagen zum zweiten Mal Vater. Weil er auch noch einen Imbiss- und Döner-Laden in Geiselbullach betreibt – der auch gerade renoviert wird –, sei die Belastung zu groß. „Ich gehe um 8 Uhr morgens aus dem Haus und komme erst nach Mitternacht wieder heim. Ohne Mitarbeiter arbeitet man sich auf.“

Cenk Yalincakli wirft beim FCE hin.  

Dabei würden die Geschäfte im FCE-Stüberl wie geplant „überragend laufen“. Burger und Pizzen, für die er extra einen Pizzaofen angeschafft hatte, sind bei den Gästen der Renner. „Mein Plan war eigentlich ein ganz anderer“, sagt Yalincakli. „Ich hätte nicht gedacht, dass es mit der Personalsuche so schwer ist.“

Wirt vom FCE-Stüberl gibt auf - „Familie geht einfach vor“

Ende September will der 34-Jährige die Wirtschaft an einen Nachfolger übergeben. Zwei Kandidaten haben bereits Interesse angemeldet, eine Entscheidung will das FCE-Präsidium „so schnell wie möglich“ treffen, so Fußball-Abteilungsleiter Manuel Sichinger. Die Entwicklung habe sich schon vor einigen Wochen abgezeichnet. „Cenk hat uns versprochen, so lange zu bleiben, bis alles geklärt ist und es einen nahtlosen Übergang gibt.“

Cenk Yalincakli hofft unterdessen auf das Verständnis seiner Gäste: „Ich hätte gerne weitergemacht, aber die Familie geht einfach vor.“

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