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Der Spielplatz an der Straße „Zur Denkstätte“: Die Rutsche ist sehr alt. Die Farbe blättert ab, die Rutschfläche hat Dellen.

Jugendreferent gibt Überblick 

Emmerings Spielplätze auf dem Prüfstand

Emmerings Jugendreferent Stefan Floerecke hat die Spielplätze der Gemeinde unter die Lupe genommen. Im Ausschuss war die Begeisterung über dieses Vorgehen aber nicht ungeteilt.

Emmering – Genau 13 Spiel- und drei Bolzplätze befinden sich auf Emmeringer Gemeindegebiet. Als Jugendreferent ist Stefan Floerecke (CSU) dafür zuständig. Durch Hinweise von Eltern sah er sich veranlasst, sich einen Überblick zu verschaffen. Um Mängel abzustellen und Verbesserungen vorzunehmen, beantragte Floerecke, 10 000 Euro jährlich bis 2021 in den Haushalt einzustellen.

Dass zum Beispiel der Basketballkorb an der Anton-Pendele-Straße falsch angebracht ist und damit nicht sportgerecht genutzt werden kann, gehört noch zu den harmlosen Erkenntnissen. „Aber auch da kann man die Situation verbessern“, sagte Floerecke in der jüngsten Sitzung des Haupt-, Finanz und Personalausschusses. Sein Vorschlag dort: den Bolzplatz erhalten und die Spielgeräte auf andere Plätze versetzen.

Der Spielplatz am See: Die Rutsche ist in desolatem Zustand, es fehlen gar Schrauben.

An vielen Spielplätzen hat Floerecke einen guten Zustand festgestellt. Doch es gibt auch einige Mängel. So blättert auf der Rutsche am Emmeringer See nicht nur die Farbe ab – Schraubverbindungen sind teilweise locker oder verbogen. Und das könnte gefährlich werden. An der Josef-Kistler-Straße sind an einem Spielgerät die Plastikabdeckungen abgebrochen. Auch das birgt ein Verletzungsrisiko.

„Es soll eine Darstellung sein, was notwendig und sinnvoll ist“, sagte der Jugendreferent über seine Gesamtschau. Er hatte seinen Rundgang ausführlich mit Fotos dokumentiert.

Der Spielplatz an der Grund-/Mittelschule: Plastikabdeckungen fehlen, es besteht Verletzungsgefahr.

Bürgermeister Michael Schanderl (FW) sah die Bemühungen Floereckes als ehrenvoll an. Aber: „Der Jugendreferent hat aus der Sicht eines Laien geurteilt.“ Es wäre besser gewesen, Floerecke hätte Experten der Verwaltung hinzugezogen. Die Plätze und Geräte würden zudem regelmäßig überprüft, betonte der Bürgermeister. „Sie sind in einem guten Zustand.“ Christofer Stock (CSU) sah jedoch die Initiative als Chance, bei Spielgeräten Bedarf und Zustand zu überprüfen.

Die Freien Wähler kritisierten, dass Floerecke über Jahre hinweg einen Pauschalbetrag einstellen wolle. Werner Öl (CSU) wies darauf hin, dass heuer im Etat sowieso 4000 Euro vorgesehen seien. Man könne den Betrag aufstocken und die Mittel jedes Jahr neu diskutieren.

Eberhard Uhrich (SPD) sah das Vorgehen Floereckes als anerkennenswert an, wollte den Antrag aber ein Jahr zurückstellen. Letztendlich sprach sich der Ausschuss bei drei Gegenstimmen dafür aus, heuer die vom Referenten beantragten 10 000 Euro einzuplanen.

Bei einigen Sandkästen hatte Floerecke notiert, dass der Sand ausgetauscht werden sollte. Schanderl sagte dazu, dass Sand nur ergänzt werde. „Das hat laut Experten die gleiche Qualität wie das komplette Austauschen.“

Von Hans Kürzl

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