Jetzt kommen BIC und IBAN

Endgültiger Abschied von der Kontonummer

Fürstenfeldbruck - Der Countdown läuft: Ab 1. Februar hat die alte, kurze Kontonummer endgültig ausgedient. Nach dem Ende der Übergangsfrist wird sie durch ein 22 Stellen langes Zahlenungetüm ersetzt. Diese europaweite Kontonummer ist dann Pflicht für jeden Kontoinhaber.

 Im Landkreis ist man auf die Veränderung vorbereitet. Neun von zehn Sparkassenkunden hätten die Galgenfrist von zwei Jahren genutzt. „90 Prozent haben bis jetzt umgestellt“, sagt Dirk Hogen, Sprecher der Sparkasse. Sie verwenden schon jetzt die Internationale Kontonummer (International Bank Account Number = IBAN) und den SWIFT-Code (Business Identifier Code = BIC).

Unternehmer schon länger betroffen

In den Banken wurden die Änderungen bereits vor zwei Jahren vollzogen. Für Unternehmen und Vereine waren Kontonummern und Bankleitzahlen schon ab 1. Februar 2014 gestrichen. Zu diesem Zeitpunkt glich man auch die bankinternen EDV-Systeme an.

Informiert werden Sparkassenkunden in den Filialen über Plakate, Aushänge und Flyer an den Automaten. Beschwerden oder gar eine Welle der Empörung habe die Abschaffung nicht ausgelöst. Wieso auch? „Diese Umstellung ist ja eine europaweite Entscheidung“, erklärt der Sprecher. „Nicht nur bankenintern.“

Gerade um die älteren Kunden macht sich die Bundesbank Sorgen. Lokale Banken sollen ihre Klienten deshalb an die Hand nehmen, hieße es. In der Sparkasse können sich Hilfesuchende daher an das Personal wenden. Vorausgesetzt, sie sind zu den Öffnungszeiten vor Ort. Wer später dran ist, muss zum Telefon greifen.

Auch Senioren sind fit im Online-Banking

Denn: Wer zum Beispiel bei der Sparkasse ein Girokonto hat, hat automatisch Online-, sowie Telefon-Banking dazugebucht. Kostenlos. Bei der telefonischen Beratung handelt es sich um eine Art 24-Stunden-Seelsorge. Am anderen Ende erwartet den Anrufer ein Callcenter-Mitarbeiter.

Im Hinblick auf die Brucker Senioren macht sich Hogen aber keine Sorgen. Er begründet das am Beispiel seiner Mutter. Die sei 77 Jahre alt. „Und auch sie nutzt seit einem halben Jahr IBAN.“ Die Nummer könne die Rentnerin sogar auswendig. Schließlich verbirgt sich hinter der Zahlenkombination ein logisches Prinzip. Sprich: DE steht bei allen deutschen Kontoinhabern am Anfang. Darauf folgen zwei Prüfziffern, um Zahlendreher zu vermeiden.

Dahinter kommen die altbekannte Bankleitzahl und Kontonummer. Hat diese weniger als zehn Stellen, werden ihr Nullen vorangestellt. Am einfachsten ist die Neuerung sicherlich für Kunden, die über einen Online-Zugang verfügen. In der Sparkasse sind das etwa 44 Prozent. Bei Überweisungen im Internet muss man nämlich nur die IBAN in die Maske tippen. Bei nationalen Transaktionen wird das Kästchen dann automatisch mit der BIC befüllt.

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