Zeugen hören Hilferufe: Große Vermisstensuche am Tegernsee-Ufer

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Terroristen der „Befreiungsarmee“ ELN

Gröbenzeller in Südamerika gefangen

Entführer stellen bizarre Forderung

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Gröbenzell - Die entführten Brüder Uwe und Günther B., von denen einer aus Gröbenzell stammt, befinden sich immer noch in der Hand südamerikanischer Rebellen. Diese haben nun eine bizarre Forderung gestellt.

Wenn linke Rebellen ihre Kommuniqués verfassen, dürfen darin manch’ ideologische Schlagworte nicht fehlen. Freiheit etwa, Arbeiter und deren Ausbeuter und die Gier. Die Worte „Bescheide“ und „Dokumente“ kommen in solchen Verlautbarungen eher nicht vor. Doch genau so etwas wollen jetzt die Kämpfer der kolumbianischen ELN, der Nationalen Befreiungsarmee, von Angehörigen der seit November entführten Brüder Uwe und Günther B. (69 und 72) sehen. Von der überbordenden Bürokratie in Südamerika bleibt wohl auch ein Rebellencamp nicht verschont.

Zum einen sollen die Verbindungen der beiden „Gefangenen“, von denen einer aus Gröbenzell kommt, geklärt werden, und zwar mit entsprechenden Dokumenten. Zum anderen muss ein Nachweis über den beruflichen Werdegang der beiden erbracht werden. Heißt: Für wen Günther und Uwe B. derzeit arbeiten und für wen und was sie früher gearbeitet haben. Hintergrund: Die Zwei werden festgehalten, weil sie angeblich Spione sind. Tatsächlich sind sie aber harmlose Rentner auf Weltreise.

Doch wie von Deutschland aus die Dokumente – etwa die Rentenbescheide – an den Entführer bringen? Die Rebellen wollen, dass dies über die ELN-Website geschieht, „dem Kanal für die Anworten, die wir wollen“. Es herrscht also Gesprächsbereitschaft. Dafür spricht, dass in der Verlautbarung auch die Bundesregierung angesprochen wird. Sie soll einen Ansprechpartner benennen. Allerdings gab es vor Tagen auch weniger beruhigende Nachrichten aus Kolumbiens Nordosten: Eine Radiostation berichtete unter anderem von durch die Armee blockierten Straßen, die zum Unterschlupf der ELN-Kämpfer führen.

mc

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