Andreas Keefer möchte, dass die CSU wieder den Bürgermeister stellt.

Wahl ist in zehn Tagen

Er will Chef der Gröbenzeller CSU werden

Gröbenzell – Bisher war er einer der drei Vize-Chefs der Gröbenzeller CSU. Nun will Andreas Keefer den Vorsitz übernehmen. Und er hat sich einiges vorgenommen.

Thomas Eichler hatte die Gröbenzeller Christsozialen seit 2009 – allerdings mit Unterbrechungen – geführt. Bereits im Frühsommer vergangenen Jahres hatte Eichler, der seit 2014 auch im Gemeinderat sitzt, angekündigt, dass er nicht noch einmal für den Vorsitz kandidieren werde. Es sei an der Zeit, andere ran zu lassen, erklärte er damals. Sein Vize, Andreas Keefer (55), will ihn nun beerben. Am Montag, 13. Februar, stellt er sich im Bürgerhaus zur Wahl.

Der Informatik-Betriebswirt ist vor acht Jahren mit Ehefrau und Tochter nach Gröbenzell gezogen. Die Arbeit im Vorstand der örtlichen CSU ist ihm bestens bekannt. Erst engagierte er sich als Schriftführer, dann – seit zwei Jahren – als einer der drei stellvertretenden Vorsitzenden.

Auf Keefer wartet nun viel Arbeit. Zwei große Herausforderungen stehen bevor: Noch in diesem Jahr wird der Bundestag neu gewählt. 2020 steht die Wahl von Gröbenzeller Gemeinderat und Bürgermeister an. „Wir wollen auf alle Fälle wieder den Bürgermeister stellen“, macht Keefer klar.

Unter Eichler war es immer wieder zu heftigen Querelen innerh

alb des Ortsverbandes gekommen. 2014 hatte die Partei dann nicht nur mehrere Sitze im Gemeinderat eingebüßt, sondern auch den Bürgermeisterposten, den sie rund 50 Jahre besetzt hatte. Die Wahl gewann Martin Schäfer (Unabhängige Wählergemeinschaft Gröbenzell).

Wie Keefer von den Bürgern höre, sei so mancher aber mit dem aktuellen Rathauschef nicht zufrieden. Mangelnde Transparenz und fehlende Bürgerbeteiligung werde immer wieder kritisiert. Ein Beispiel dafür sei der Rathaus-Neubau, so Keefer. In keinem Programm einer Partei oder Wählervereinigung sei im Wahlkampf 2014 davon die Rede gewesen, und „im Gemeinderat wurde dann irgendwas entschieden“. Nun wüssten die Bürger nicht, wann abgerissen und neugebaut werden soll. Zudem sei unklar, was der Neubau tatsächlich kosten wird. „Die Leute sind beunruhigt“, sagt Keefer.

Den 55-Jährigen stört ebenfalls, dass als Folge des Rathaus-Neubaus für andere Projekte kein Geld da sei. Geld, das beispielsweise dringend in die Aussegnungshalle investiert werden müsste. Zudem kritisiert er, dass bei der Neugestaltung von Bahnhof- und Kirchenstraße nichts vorangeht.

Keefer hat aber auch einen großen Wunsch an die Gröbenzeller Parteien. In seiner Eigenschaft als Mitglied des katholischen Pfarrgemeinderats weiß er, dass katholische und evangelische Kirche vor Ort gut zusammenarbeiten. „Dies würde ich mir auch von den politischen Parteien in Gröbenzell wünschen“, so Keefer. Und nicht, dass Vereinbarungen nicht eingehalten werden, wie etwa beim Protest gegen einen Redner einer AfD-Veranstaltung Ende vergangenen Jahres. Damals sei ausgemacht gewesen, dagegen mit Plakaten zu protestieren, doch dann wurde daraus eine große Veranstaltung mit dem SPD-Bundestagskandidaten Michael Schrodi. (sus)

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