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Um dem Engpass bei der Schülerbetreuung zu begegnen, soll die Starzelbachschule erweitert werden. Erste Varianten wurden nun vorgestellt.  

Erste Ideen zur Schul-Erweiterung

Eichenau – Dass es in Eichenau zu wenig Plätze in Mittagsbetreuung und Hort gibt, ist seit langem bekannt. Nun soll das Problem endlich angegangen werden – mit einer Erweiterung der Starzelbachschule.

In erster Linie soll die mittel- bis langfristig angelegte Planung einer Erweiterung für Mittags- und Schülerbetreuung dienen. Denn auch die Zahlen für das Schuljahr 2016/17 weisen einen Mangel auf. Etwa 40 Hortplätze fehlen laut einer Statistik, die von der Verwaltung Ende 2015 veröffentlicht worden war.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte Andreas Heene vom zuständigen Planungsbüro nun sieben Varianten einer möglichen Erweiterung der Starzelbachschule vor. Ein Großteil der Optionen wird aber wohl allein aus Sicherheitsgründen nicht weiter diskutiert werden. Zum Beispiel fehlt bei einer eine ausreichende Feuerwehrzufahrt.

Die vom Gemeinderat favorisierte Variante erhält unter anderem die Pausenhöfe der Schule und macht eine direkte Erschließung des bestehenden Hauptgebäudes über das zweite Obergeschoss möglich. Für die Erweiterung wird die Gemeinde wohl tief in die Kasse greifen müssen. Denn die Kosten schätzte Heene auf rund 3,5 Millionen Euro. Michael Pletl vom Bauamt wies allerdings darauf hin, dass es noch keine genauen Schülerzahlen gebe, auf denen eine Planung aufgebaut werden kann.

"Wir brauchen Hortplätze!"

Für CSU-Sprecher Dirk Flechsig steht dennoch außer Zweifel: „Wir brauchen Hortplätze.“ Nun habe man einen guten Ansatz zur Diskussion, da der Erweiterungsbau unmittelbar an der Schule gelegen sei. Ähnlich äußerte sich Peter Münster (FDP). „Wir dürfen das nicht auf die allzu lange Bank schieben.“

Auch bei der SPD sieht man den Erweiterungsbedarf. „Es sind grundsätzlich interessante Vorschläge“, sagte Fraktionsvorsitzende Gertrud Merkert. Doch die Sozialdemokraten wollen, ebenso wie Grüne und Freie Wähler, weiterhin die Möglichkeit eines multifunktionalen Kinderhauses an der Friesenstraße im Auge behalten. Trotz der Bedenken einiger CSU-Räte, man verliere dort ein Grundstück etwa für Wohnbebauung, setzte sich die SPD mit ihrem Anliegen durch. Unterstützt wurde Merkert durch Sebastian Niedermeier (FWE): „Die vorgestellten Ideen sind sehr schuldominant“, kritisierte er. Rike Schiele (Grüne) wies noch darauf hin, dass man die Entwicklung der Mittelschule beobachten müsse.

Eine kurzfristige Lösung für das Schuljahr 2016/17 wurde aber nicht diskutiert. Denkbar sind Container oder die Unterbringung der Mittagsbetreeung im kleinen Saal der Friesenhalle. Darüber hatte der Gemeinderat im November gesprochen, allerdings ohne eine Entscheidung zu treffen.

Hans Kürzl

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