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Maria, Serena und Elisa mit ihrem Kürbis. 

wettbewerb kurz vor halloween 

Das erste Kürbis-Schnitzen – rundum gelungen

Althegnenberg – Der Obst- und Gartenbauverein hat sich an ein Experiment gewagt – und das Ergebnis ist rundum gelungen. Auf dem Schmid-Anwesen fand das erste Kürbisschnitzen in der Dorfgeschichte statt.

Prämiert wurden am Ende der schwerste selbst gezogene Kürbis. Alle mit einem lustigen, lachenden oder gruseligen Gesicht verzierten Kürbisse wurden ausgezeichnet. Denn auf einen einzigen ersten Platz wollte sich die Jury nicht festlegen.

Langsam trudeln sie ein auf dem Hof von Ludwig Schmid, dem Dritten Bürgermeister. Nacheinander, in Grüppchen, mit einem schweren, orangefarbenen Koloss in den Armen. Tobias Schulze (17) ist mit Mama Claudia und Oma Christa mit dem Auto direkt vorgefahren, denn mit an Bord sind drei besonders schwere Exemplare.

Nicht nur Karen Überall, die neue Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins (OGV), ist begeistert. Kurz vor Halloween, jenem Brauch, der hierzulande vorwiegend die Jugend begeistert und in Amerika ein fester Bestandteil in jedem Haushalt ist, hat sie sich etwas einfallen lassen: Kürbisschnitzen mit Prämierung.

Doch losgegangen war alles schon viel früher, nämlich Anfang Mai. Da wurden kleine Pflänzchen an Kinder im Ort verschenkt. Die sollten sie einsetzen und pflegen – und als großen Kürbis Ende Oktober wieder mitbringen. Herzeigen, wiegen lassen und gemeinsam ein Gesicht reinschnitzen.

Tobias Schulzes Oma ist Christa Dworsky. Sie ist Beisitzerin im OGV und hat mit ihren Enkeln die Pflanzen gepflegt. Und die sind gewachsen wie der Teufel. „Wir hatten zwei kleine Pflanzen, und daraus sind 20 Kürbisse gewachsen“, erzählen die beiden. Viel Suppe wurde daraus gemacht, aber drei dicke Exemplare haben den Weg unversehrt zum Schmid-Hof angetreten.

Auch Familie Longo aus Hörbach hat sich damals im Frühling ein Pflänzchen abgeholt. Die Schwestern Serena (5), Maria (6) und Elisa (8) hatten nicht viel Arbeit mit dem Gewächs. Der Kürbis hatte seinen Platz auf dem Kompost, wo er vor sich hin wachsen konnte, erzählen sie. Die drei haben schon viel Erfahrung mit dem Schnitzen von Gesichtern oder Fratzen in Kürbisse.

Und endlich, nachdem die selbst gezogenen Kürbisse gewogen sind, gibt Karen Überall das Zeichen zum Start: Es wird losgeschnitzt, geschnitten, geschabt, ausgehöhlt und ja, auch gesägt und gebohrt. Hausherr Ludwig Schmid holt seine Säge sowie den Akkubohrer und hilft, wo Hilfe gebraucht wird. „Mit der Säge wird’s halt auch schön gerade“, verspricht er.

Der neunjährige Philip Hoffmann ist mit seiner Mama gekommen. Auf dem Kürbis ist ein Darth Vader vorgezeichnet. Die Vorlage für den Bösewicht aus den „Star Wars“-Filmen hat der Bub, ein großer Fan der Kult-Reihe, von seiner Tante Sabine aus Amerika geschickt bekommen.

Derweil haben Tobias Schulze und seine Mama ihre liebe Mühe an den Kürbis-Kolossen. Der Deckel ist zwar ausgeschnitten, doch er lässt sich jetzt nur schwer anheben. Mit der Hilfe von Ludwig Schmid und seinem unerschöpflichen Fundus an Gerätschaften klappt es dann doch – und die beiden machen sich ans Rausholen von Fruchtfleisch und Kernen.

Knapp zwei Stunden werkelt das Dutzend Kinder mit Mamas, Papas und Omas an den Kürbissen, bis zur Preisverleihung. Der Preis für den schwersten Kürbis geht an den 21,5 Kilo-Koloss von Tobias Schulze.

Bei den geschnitzten Werken ist sich die Jury schnell einig: „Da gibt es keinen ersten, zweiten oder dritten Platz. Denn die sind alle einzigartig und schön geworden“, sagt Organisatorin Karen Überall: „Ihr seid alle Gewinner.“ stephanie hartl

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