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Beim ersten internationalen Puchheimer Fußballturnier spielten acht bunt gemischte Teams mit.

Erstes Asyl-Fussballturnier in Puchheim

Gemeinsam kicken für eine bessere Integration

Puchheim - Zu einem Fußballturnier zwischen Flüchtlingen und Einheimischen hatte der Asylhelferkreis eingeladen. Jeder, der Lust hatte, konnte teilnehmen. Im Vorfeld aber gab es enttäuschte Gesichter.

Organisator Uwe Mathesius ist zufrieden: „Es war ein sehr schönes Turnier und alle haben mitgeholfen.“ Besonders freut ihn, dass auch Spontanentschlossene die Spieler unterstützt haben. „Viele haben Snacks vorbeigebracht, und einer sogar zwei Paar Fußballschuhe und Trikots“, berichtet Mathesius. Die meisten der Aslybewerber hätten aber Fußballschuhe gehabt, nur einer habe barfuß gekickt.

Enttäuschte Gesichter gab es aber auch – zumindest im Vorfeld des Turniers: Die Wachleute in der Puchheimer Unterkunft hätten gerne mitgespielt. Sie durften allerdings nicht. „Das hat versicherungsrechtliche Gründe“, sagt Eckart Lutzeier, Chef der zuständigen Sicherheitsfirma. Außerdem sei es nicht die Aufgabe seiner Mitarbeiter, an Freizeitaktivitäten teilzunehmen, sondern für die Sicherheit in der Unterkunft zu sorgen. Das bestätigt auch das Brucker Landratsamt. Generell sei man während der Arbeitszeit nur für Tätigkeiten versichert, für die man zuständig ist, so eine Sprecherin. Außerdem bezahle das Landratsamt die Securities schließlich, damit sie für die Sicherheit sorgen.

„Die Wachleute sind darüber sehr enttäuscht, zumal es einer von ihnen war, der die Idee zu dem Fußballturnier hatte“, sagt Uwe Mathesius. Der Lehramtsstudent und Fitnesstrainer ist erst vor wenigen Wochen in den Asylhelferkreis eingetreten. Seitdem besucht er zusammen mit seinem sechsjährigen Sohn jeden Tag die Flüchtlinge, die in der Turnhalle am Puchheimer Schulzentrum untergebracht sind. Dann kickt er mit den Erwachsenen, sein Sohn mit den Kindern – und alle haben Spaß.

Unterhalten kann man sich kaum, denn die Asylbewerber sprechen noch kein Deutsch und nur wenige von ihnen können etwas Englisch. „Aber das macht nichts“, sagt Mathesius. „Beim Fußball funktioniert die Verständigung auch ohne Worte gut.“ Für das Turnier hatte der 38-Jährige auch Teilnehmer aus dem Freundeskreis mobilisiert.

Insgesamt standen 40 Spieler, aufgeteilt in acht Mannschaften, auf dem Rasen. Einen Pokal gab es auch, gestiftet vom FC Puchheim. Geholt hat ihn das Team Albania I. Kurz vor dem Spiel hatte das Landratsamt Bedenken geäußert. Denn das Match sollte eigentlich auf dem Hartplatz neben der Turnhalle ausgetragen werden. „Da muss man sicherstellen, dass nicht Unbefugte in die Turnhalle gehen“, so eine Sprecherin des Amtes. Kurzfristig wurde die Aktion dann deshalb auf den Platz des FC Puchheim verlegt.

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