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Gemeinderat entscheidet

Es wird wieder geblitzt

Geltendorf – Zweimal hatte der Gemeinderat in den vergangenen zwei Jahren die Wiedereinführung der kommunalen Verkehrsüberwachung abgelehnt.

Im dritten Anlauf fand sich nun doch eine Mehrheit für das Blitzen. Sieben Stunden im Monat sollen künftig Tempokontrollen durchgeführt werden.

Geltendorf trat 2009 dem Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland bei, ließ aber bereits Ende 2010 die aktive Mitgliedschaft in eine passive umwandeln. Es fanden keine Kontrollen mehr statt, und es fielen keine Kosten mehr an. „Seitdem sind wir eine Karteileiche“, so Bürgermeister Wilhelm Lehmann (Unabhängige Bürger/UB).

Er hatte sich stets für eine Verkehrsüberwachung eingesetzt und plädierte auch jetzt wieder dafür – nicht zuletzt weil viele Bürger, insbesondere Eltern von Schulkindern, dies fordern würden.

Genau das konnte Josef Weiß (CSU) nicht nachvollziehen. „Das ist kein weitverbreiteter Wunsch, sondern eine Einzelmeinung.“ Er war dafür, das Thema endgültig abzuschließen und aus dem Zweckverband auszutreten.

Das hielt Vize-Bürgermeister Robert Sedlmayr (ÖDP) für „widersinnig“, da in jüngerer Vergangenheit einige Nachbargemeinden dem Verband beigetreten seien. Geltendorf sollte deswegen seiner Ansicht nach kein „weißer Fleck“ sein.

Johanna Rill (CSU) erinnerte daran, dass die Gemeinde keinen Einfluss darauf hat, zu welcher Tageszeit die Tempokontrollen stattfinden. In der Vergangenheit war dies oft nicht zu den problematischen Zeiten geschehen.

Letztlich überwog bei der Mehrheit der Gemeinderäte aber der Wunsch nach mehr Sicherheit. Mit 13:7 Stimmen wurde die Wiedereinführung der Geschwindigkeitskontrollen beschlossen. Nach wie vor abgelehnt wird von den Kommunalpolitikern allerdings eine Überwachung des ruhenden Verkehrs.

Ulrike Osman

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