Gaudi im Bus: Die Stadt untersagte die Tour.

Die Party ist noch nicht vorbei

Event-Manager will Stadt verklagen

Fürstenfeldbruck – Nach der Busparty an Allerheiligen: Mitveranstalter CisCis Böck will gegen das Bußgeld der Stadt Bruck Klage erheben.

CisCis Böck versprach kurz vor Allerheiligen die ultimative Party im Gaudi-Bus. Feiernde Fahrgäste sollten bei Musik und Tanz durch die Nacht chauffiert werden. Die Stadt Bruck aber untersagte die Tour. Gleichzeitig brummte sie dem DJ und Eventmanager Christian CisCis Böck eine Bescheidgebühr von 200 Euro auf. Begründung: Die Party sei eine öffentliche Veranstaltung und hätte daher mindestens eine Woche vorangemeldet werden müssen.

Zudem „kommt der Verdacht auf, dass mit dieser öffentlichen Veranstaltung auch noch das Feiertagsrecht umgangen werden soll“, hieß es bei der Stadt. Das Verbot hatte zumindest die Wirkung, dass der Bus nicht von Bruck aus startete, sondern vom Münchner Hauptbahnhof.

Allerdings kutschierte er die Fahrgäste nachts um vier Uhr in die Große Kreisstadt zurück. Am Bahnhof wartete schon die Polizei. Sie nahm die Personalien von Böck auf. Dieser begründet seine Klage gegen die Stadt vor dem Verwaltungsgericht nun wie folgt: Die Veranstaltung sei sehr wohl genehmigt worden. Nur eben nicht von ihm selbst, sondern von dem Busunternehmen, dem das Gefährt gehörte.

Die Fahrt sei als ein genehmigter Linienverkehr mit Haltestellen in München deklariert gewesen. Nur der Einstieg wäre eben in Fürstenfeldbruck erfolgt. Der Eigentümer der entsprechenden Firma, der die Position der Stadt ebenfalls nicht versteht, bestätigt das gegenüber dem Tagblatt: Die Fahrt sei als normaler Linienverkehr genehmigt worden.

Das im Landkreis Ebersberg ansässige Unternehmen veranstaltet solche Partybus-Touren professionell und regelmäßig. Er habe nur eine schöne Party für seine Freunde organisieren und nicht irgendwelche Verbote umgehen wollen, meint Böck zudem. „Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass ich Recht habe, das hat mir mein Anwalt auch bestätigt.“

Noch hat er etwas Bedenkzeit, um zu entscheiden, ob der die Klage weiterverfolgt. Vielleicht kann das Ganze noch vorher aus dem Weg geräumt werden. Ein persönliches Gespräch mit dem Bürgermeister wäre ihm viel lieber als eine Klage.

Um die 200 Euro Strafe gehe es ihm nicht. Er wolle auch nicht Front gegen die Stadt machen oder einen persönlichen Feldzug führen. Böck glaubt aber an persönliche Vorbehalte in der Stadtverwaltung gegen ihn selbst. So habe eine Mitarbeiterin des zuständigen Amtes für öffentliche Sicherheit und Ordnung potenziellen Geschäftspartnern geraten, lieber keine Unternehmungen mit ihm aufzuziehen. Ein Gerichtsverfahren wäre dabei ein Signal gegenüber der Stadt, dass man sich nicht alles gefallen lasse, so Böck.

(fd)

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