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Immer mehr Batterien landen im Zeitalter von Smartphones und Notebooks auf den Wertstoffhöfen.  Foto: weber

Über 36 Tonnen Alt-Akkus fallen pro Jahr an

Ein extra Container für kaputte Batterien

Landkreis - In der Smartphone-Generation fallen  immer mehr alte Batterien an. Auf den Wertstoffhöfen reagiert man jetzt.

Im Jahr 2012 sammelte der Abfallbetrieb 23 Tonnen alte Batterien an den Wertstoffhöfen. Im Jahr 2013 waren es schon 31 Tonnen, im Jahr 2014 bereits 36 Tonnen. Auch wenn das Jahr 2015 noch nicht endgültig abgerechnet ist, ist doch klar: Die Tendenz ist steigend.

Kaputte Akkus müssen in die silberne Box 

Im Alltag sei die mobile Stromversorgung etwa im Smartphone, Notebook oder im MP3-Player zur Selbstverständlichkeit geworden, erklärt der AWB, der jetzt auf die gestiegenen Anforderungen in diesem Zusammenhang reagiert: Nunmehr stehen neben den bekannten Gebraucht-Batterie-Sammelbehältern auch silberne Behälter für beschädigte Hochenergiebatterien zur Verfügung.

Schau genau, was wo reingeworfen wird

Dabei ist dreierlei zu unterscheiden: Batterien aus beispielsweise Fernbedienungen, Taschenlampen oder Weckern können weiter in den grünen Sammelfässern in allen großen Wertstoffhöfen entsorgt werden. Hochenergiebatterien etwa aus Notebooks, Mobiltelefonen, Akkuschraubern oder E-Fahrrädern gehören in die gelben Fässer (gibt es schon an allen großen Wertstoffhöfen). Der AWB rät in diesem Zusammenhang, die Pole von Lithiumbatterien vor der Abgabe mit Klebestreifen zu umwickeln. Das verhindert, dass es zu Kurzschlüssen kommen kann.

Kaputte Hochleistungsbatterien sind ein Problemfall

Einen Spezialfall stellen beschädigte Hochenergiebatterien dar, erklärt der AWB. Als beschädigt gelten sie, wenn das Gehäuse verformt ist, wenn es Schmelzstellen gibt oder wenn Flüssigkeit ausläuft. Für diesen Fall stehen auf den großen Wertstoffhöfen in Bruck, Germering (Starnberger Weg) und in Gröbenzell ab sofort silberne Spezialbehälter zur Verfügung. Die Pole der Batterien müssen mit Klebestreifen isoliert werden.

Ein Service für die Umwelt

Anders als sonst üblich bringt diese Neuerung dem AWB übrigens keine weiteren Einnahmen. Die Behälter stellt die Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien zur Verfügung, der AWB verlangt keine Standgebühr. „Das ist einfach als Service gedacht. Wir machen das auch aus Umweltgründen“, sagt eine AWB-Sprecherin.

Batterien nie in den Hausmüll

Insgesamt wichtig sei, dass Batterien nicht im Hausmüll entsorgt werden. Sie können auch giftige Schwermetalle wie Quecksilber, Cadmium oder Blei enthalten. Die eingesammelten Altbatterien würden sortiert und je nach System in unterschiedlichen Verwertungsverfahren aufbereitet. Dabei würden wertvolle Rohstoffe wiedergewonnen – und es werde verhindert, dass gefährliche Stoffe in die Umwelt gelangen.

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