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Eine Hose aus Fellimitat, Kontaktlinsen und Hörner: Michiyo Nakajima aus Österreich ist am Wochenende ein Faun. Die Verkleidung hat sie selbst entworfen.

Messe Animuc in Bruck

Fabelwesen bevölkern Klosterareal

Aus allen Himmelsrichtungen strömen dieses Wochenende wieder die unterschiedlichsten Kreaturen aus den verschiedensten Anime- und Computerspielwelten nach Fürstenfeldbruck. Die Comic-Messe Animuc hat erneut ihre Pforten am Kloster geöffnet.

Fürstenfeldbruck – Wenn auf dem Klostergelände verkleidete und geschminkte Menschen herum laufen, dann ist nicht Fasching sondern Animuc. Die Messe findet bereits seit 2009 statt und lockt seither Fans japanischer Zeichentrickserien und von Computerspielen an. Meist stecken die so genannten Cosplayer eine Menge Zeit, Arbeit und Geld in ihre Kostüme, um ihren Vorbildern aus der Fantasiewelt ähnlicher zu sehen.

Pastellfarben und Rüschen: Die Schülerinnen (v.l.) Tyra Bartmann, Jasmin Paulus und Cosima Hahne sind in die Rollen von Rin, Kotori und Honoka geschlüpft.

Dass es nicht immer einer Vorlage bedarf, um ein Kostüm zu entwerfen, zeigt Michiyo Nakajima aus Österreich. Als Inspiration für ihre Verkleidung dient die mythische Figur des Faun. „Ich habe alles selbst gemacht und von November bis jetzt an dem Kostüm gebastelt“, erzählt sie. Sie ist inzwischen Profi auf dem Gebiet und investiert immer mehr Zeit in den Entwurf und die Umsetzung des Outfits.

Seit 2013 fährt sie regelmäßig auf Events und Messen um dort ihre immer ausgefalleneren Kostüme zu präsentieren. Auch in Bruck wird sie diesmal am Cosplay Catwalk-Wettbewerb teilnehmen und sich der Konkurrenz stellen.

Ihre Kostüme sind gekauft: Lucy (l.) und Daniel stellen Mikaela und Yuichiro aus der Serie „Seraph of the End“ dar.

Auf einen Sieg bei der Modenschau machen sich auch drei Mädels aus München Hoffnung. Ihre Kostüme sind Charakteren der japanischen Mangaserie „Love Live! School Idol Project“ nachempfunden. Die Schülerinnen Jasmin Paulus, Tyra Bartmann und Cosima Hahne sind in die Rollen von Kotori, Rin und Honoka geschlüpft. „Wir haben alles selbst geschneidert und die Stoffe selbst gekauft. Ich habe für mein Kleid über einen Monat gebraucht“, erklärt Jasmin Paulus. Die drei Teenagerinnen sind bereits zum dritten Mal auf der Animuc und betreiben seit zwei Jahren Cosplay.

Lucy und Daniel aus Ulm waren ebenfalls schon vergangenes Jahr auf der Messe am Kloster. Dieses Mal sind die beiden als Mikaela und Yuichiro aus der Animeserie „Seraph of the End“ unterwegs. „Aus zeitlichen Gründen konnten wir die Kostüme nicht selber machen, aber über Amazon und Ebay bekommt man alles, was man braucht“, sagt Lucy, die fast 300 Euro für ihr Outfit ausgegeben hat. Wie die meisten Conventionbesucher werden auch die beiden das gesamte Wochenende das Messegelände unsicher machen und sich mit Gleichgesinnten austauschen.

Tom Eldersch

Bilder von der Messe Animuc in Bruck

Info:

Die Messe auf dem Klostergelände ist geöffnet am Freitag, 21. April,  von 14 bis 23 Uhr, Samstag, 22. April, von 10 bis 23 und Sonntag, 23. April, von 10 bis 18 Uhr.

Eine Dreitageskarte kostet 40 Euro, für Freitag und Sonntag zahlen Besucher je 13 Euro, ein Samstagsticket kostet 21 Euro. Geboten sind unter anderem Workshops und Vorführungen. Mehr Infos online unter www.animuc.de

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